«Jeder Rappen zählt» 2010 Kinder Opfer von Kriegen

Journalisten besuchen Projekte

  • 01.11.2010
  • «Jeder Rappen zählt» 2010

Tom Gisler, Nik Hartmann, Anic Lautenschlager

DRS 3, das Schweizer Fernsehen und die Glückskette sammeln dieses Jahr vom 13. bis 18. Dezember bei «Jeder Rappen zählt» für Projekte von Schweizer Hilfswerken, welche Partner der Glückskette sind und die Kinder unterstützen, die Opfer von Kriegen und Konflikten sind. Mit der diesjährigen Spendenaktion soll diesen Kindern geholfen und eine bessere Zukunft ermöglicht werden.

Um sich ein Bild von der Situation dieser Kinder zu machen, befassen sich die Moderatoren und Reporter von «Jeder Rappen zählt» im Vorfeld mit dem Thema: Sie reisen in diverse Krisengebiete, sprechen mit Betroffenen und besuchen Projekte, um zu dokumentieren, wie die Spenden eingesetzt werden können. Die «JRZ»-Gesandten werden während ihrer Reisen auf www.jrz.ch und Facebook von ihren Erlebnissen und Eindrücken erzählen.

Projektbesuche

Anic Lautenschlager (Moderatorin DRS Virus) reist Anfang November nach Kolumbien und besucht Projekte von zwei Partnerhilfswerken der Glückskette. Im seit über 40 Jahren andauernden Bürgerkrieg zwischen Guerillagruppen, Armee und Paramilitärs leiden die Menschen auf dem Land am meisten, und viele wandern in die Städte ab. Das Hilfswerk Vivamos Mejor betreibt in den Armenvierteln von Bogotà Programme zur Wiedereingliederung von im eigenen Land vertriebenen Kindern in die reguläre Schule. HEKS unterstützt Kinder und Jugendliche im Norden Kolumbiens. Mit einer Ausbildung und psychosozialer Begleitung entwickeln sie trotz Krieg und Gewalt neue Lebensperspektiven. Tom Gisler (Moderator DRS 3) stellt im Vorfeld zur Sammelaktion den thematischen Bezug hier in der Schweiz her. In einer Reportage rund um das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer des Schweizerischen Roten Kreuzes spricht er mit Experten und Betroffenen. Viele Flüchtlinge, die in der Schweiz leben, waren Opfer von Konflikten oder Kriegen in ihrer Heimat. Darunter sind auch Kindersoldaten, also Opfer und Täter, mit welchen der Moderator Gespräche über ihre Erlebnisse im Konfliktgebiet und in der Schweiz führt.

Mario Torriani (Moderator SF und DRS 3) ist in der Sendewoche im Kongo unterwegs und besucht Projekte von Partnerhilfswerken der Glückskette. Das Hilfswerk Vétérinaires sans Frontières zum Beispiel betreibt in der Nähe von Goma Programme zur Wiedereingliederung von Kindersoldaten mithilfe einer Ziegenzucht. Die Kinder kümmern sich um die Tiere und erwirtschaften für sich und ihre Familien ein wichtiges Einkommen. Damit wird der Grundstein für die Rückkehr in ein normales Leben gelegt. Handicap International bietet Kindern mit Behinderungen in dieser Konfliktregion medizinische Hilfe, Physiotherapie und Gehhilfen an, um ihre Autonomie teilweise oder ganz wiederherzustellen.

Nik Hartmann (Moderator SF und DRS 3) reist nach Tansania in den Ulanga-Distrikt im Südosten des Landes. In dem sehr ländlichen Gebiet lanciert das Partnerhilfswerk der Glückskette SolidarMed ein Malariaprojekt, welches aus den Spenden von «Jeder Rappen zählt» 2009 finanziert wird. Aus nächster Nähe erlebt der Moderator, was die grössten Herausforderungen im Kampf gegen die Infektionskrankheit sind und was das im letzten Dezember gesammelte Geld bewirkt.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
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    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.