«Jeder Rappen zählt» 2010 Kinder Opfer von Kriegen

«Jeder Rappen zählt» 2010: Projektbesuch in Kolumbien

  • 21.05.2013
  • «Jeder Rappen zählt» 2010

Bei «Jeder Rappen zählt» im Dezember 2010 wurden insgesamt 11,5 Millionen Franken zugunsten von Kindern, die Opfer von Kriegen wurden, gespendet. Zwei Jahre später besuchte SRF 1-Journalistin und «Stimme der Glückskette» Ladina Spiess ein Hilfsprojekt in Kolumbien, das mit dem gespendeten Geld unterstützt wird.

Als Aussenreporterin erlebte Ladina Spiess mehrere Staffeln von «Jeder Rappen zählt» mit und war stets beeindruckt von der Begeisterung der Menschen vor Ort: «Trotz Kälte und schlechtem Wetter standen die Leute jeweils über eine Stunde in der Schlange, um ihre Spende persönlich bei der Glasbox zu deponieren.» Anfang dieses Jahres lernte sie auch die Seite der Begünstigten kennen: In Kolumbien besuchte sie im Rahmen einer privaten Reise ein Hilfsprojekt von HEKS, das mit Spenden aus der Sammelaktion unterstützt wird.

Kolumbien ist geprägt vom jahrzehntelangen Konflikt zwischen der Regierung und Rebellengruppen. Dabei geraten Jugendliche oft ins Visier der Konfliktparteien: Vor allem auf dem Land wird grosser Druck auf sie ausgeübt, bewaffneten Gruppen beizutreten. Die einen ergreifen deshalb die Flucht und gehen in die Städte, für andere sind die Guerilla, das Militär oder andere bewaffnete Gruppen eine Möglichkeit, Geld zu verdienen und zu überleben.
 

Von der Gewalt ablenken

In der ländlichen Region Quibdo im Norden Kolumbiens kümmert sich HEKS zusammen mit einer lokalen Diözese um Jugendliche. In einer Art Jugendtreff wird ihnen Hausaufgabenhilfe angeboten, ausserdem wird gesungen, getanzt und Sport getrieben. Durch ständige Beschäftigung soll verhindert werden, dass die Kinder auf der Strasse sind, gewalttätig oder gar zwangsrekrutiert werden.

Betreut werden die Jugendlichen in den Treffs von Nonnen: «Die Betreuerinnen leisten eine hervorragende Arbeit», erzählt Spiess. Nebst der physischen Belastung gerieten diese auch psychisch an ihre Grenzen: «Jedes Jahr verlieren sie Kinder in Schiessereien, durch Zwangsrekrutierung oder weil sie drogenabhängig werden. Für die Betreuerinnen ist das, als würden sie ihre eigenen Kinder verlieren.»

Sichtbare Hilfe

Mit dem gesammelten Geld von «Jeder Rappen zählt» wurden unter anderem ein Spielplatz gebaut und ein Internetcafé errichtet. Ausserdem werden die Spenden für die Miete und Ausstattung der Räumlichkeiten sowie zur Deckung der Personalkosten eingesetzt.

«Es ist schön, vor Ort zu sehen, dass das Spendengeld aus der Schweiz bei den Betroffenen ankommt», fasst Ladina Spiess ihren Projektbesuch in Kolumbien zusammen, «diese Eindrücke möchte ich auch mit den «Glückskette aktuell»-Beiträgen unseren Zuhörerinnen und Zuhörern vermitteln.»

«Glückskette aktuell» vom 19.05.2013 jetzt herunterladen »

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