Seebeben Asien

Glückskette-Sammlung: bereits über 44.5 Millionen

  • 04.01.2005
  • Seebeben Asien

Die Solidarität der Bevölkerung in der Schweiz mit den Opfern des verheerenden Seebebens ist riesig: der aktuelle Spendenstand beträgt im Moment über 44.5 Millionen Franken.

Die Glückskette arbeitet gegenwärtig mit über 10 ihrer Partner-Hilfwerke zusammen. Über die Hilfe der Schweizer NGOs im Katastrophengebiet haben wir folgende Informationen: 
Sofort nach der Katastrophe hat das HEKS in verschiedenen Zentren in Tamil Nadu und Andrah Pradesh den Opfern warme Mahlzeiten abgegeben. In einer ersten Phase unterstützt HEKS im Gliedstaat Tamil Nadu, in den Distrikten Nagapattinam und Cuddalore 4500 Familien, die am härtesten von der Katastrophe getroffen wurden: Priorität haben dabei Frauen und Kinder, die auf sich alleine gestellt sind, sowie die Fischer und landlose Bauern, die alles verloren haben. Diese erste Nothilfe umfasst die Abgabe von Nahrungsmitteln (Reis, Linsen, Öl, Salz, Gewürze), von Schutzblachen für ein provisorisches Obdach sowie von Überlebenssets mit Wolldecken, Kleidung, Wasserkanistern, Kochutensilien, Schlafmatten, Kerzen und Hygieneartikeln. In Indonesien (Aceh) ist ein Projekt für ca. 200'000 Franken in Vorbereitung.

Auf Sri Lanka realisiert Caritas Schweiz ihre Projekte in Zusammenarbeit mit ihrer langjährigen Partnerorganisation, der Caritas Sri Lanka (CEDEC). Diese unterhält in der Hauptstadt Colombo 14 Zentren (Kirchen, Pfarreizentren, Schulen), in denen obdachlose Familien eine provisorische Unterkunft gefunden haben. Die Caritas verteilt dort Nahrungsmittel, Trinkwasser, Kleider und Medikamente. Traumatisierte Überlebende erhalten auch eine psychologische Betreuung. Ähnliche Zentren betreut auch in Galle sowie im Norden und Osten von Sri Lanka (Trinco, Batti).
In Südindien liegen die Schwerpunkte der regionalen Caritas-Partnerorganisationen zur Zeit in der Region von Madras (Ennore, Royapuram, Santhome, Srinivasapuram). Dort sind vor allem Fischer-Familien betroffen. Es wurden Trinkwasser-Tanks und Toiletten installiert. Auch dort betreut Caritas obdachlose Familien in Kirchen und Gemeindezentren und versorgt sie mit Nahrungsmitteln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Distrikt Kancheepuram (Para-mankenny Sadras, Pudhupattinam, Vettuvankeni, Muttukadu, Mamallapuram). Dort wird in 7 Zentren Not- und Überlebenshilfe geleistet.

Terre des hommes, welche seit Jahren mit Kinderhilfe in Sri Lanka tätig sind, leistet Nothilfe in Ampara (Medikamentenverteilung, Wasseraufbereitung), in Batti (mobile Kliniken mit 10 Ärzten) und Batticaloa (Wasseraufbereitung, Hygiene).

Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH hilft im Nordosten Sri Lankas ? in der Küstenregion bei Kilinochchi. Das SAH und seine Partner verteilen Nahrungsmittel und Trinkwasser an Obdachlose. Das örtliche Krankenhaus wird mit medizinischen Hilfsmittel unterstützt. Es wird Material bereit gestellt für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, um lebensbedrohliche Infektionskrankheiten zu verhindern. Das SAH entsendet einen Delegierten, um die Hilfe zu koordinieren und Abklärungen für den Wiederaufbau zu treffen.

Noch vor diesem Wochenende wird das Schweiz. Rote Kreuz 26 Tonnen dringend benötigte Hilfsgüter auf dem Luftweg nach Sri Lanka transportieren: Trinkwasser-Reinigungstabletten, Haushaltsortimente, Plastik-Planen und Medikamente. In Indonesien finanziert das SRK die Hilfsoperation des Internationalen Roten Kreuzes für die Trinkwasserversorgung und die Verteilung von Nahrungsmitteln.

Die Westschweizer Hilfsorganisationen Médecins sans Frontières, Medair und Handicap International sind ebenfalls im Katastrophengebiet, sei es in Sri Lanka, Südindien, Thailand oder Burma. Vielerorts koordinieren Schweizer Hilfswerke ihre Einsätze mit einheimischen Organisationen und untereinander.
Weitere Hilfswerke werden - vor allem beim Wiederaufbau - mit der Glückskette zusammenarbeiten.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.