Seebeben Asien

Tsunami-Katastrophe

  • 24.05.2005
  • Seebeben Asien

Glückskette konnte bereits 30 Millionen Franken einsetzen

Nach der Tsunami-Katastrophe haben die Glückskette und ihre Partner-Hilfswerke bereits 30 Millionen Franken für Soforthilfe und erste Übergangslösungen eingesetzt. Haupteinsatzgebiete sind Sri Lanka, Südindien und Indonesien, ein Projekt ist in Somalia angelaufen. In Thailand wird sich die Glückskette vor allem beim Wiederaufbau beteiligen.Die Aktionsschwerpunkte liegen vor allem dort, wo die Partner-Hilfswerke bereits vor der Katastrophe tätig waren und über bewährte Kontakte und gute örtliche Kenntnisse verfügen. So werden in den kommenden zwei Jahren 4500 Kinder in den Bezirken Batticaloa und Ampara (Sri Lanka) psychologisch betreut, wo Terre des hommes Lausanne schon vorher tätig war. HEKS wird mit seinem langjährigen lokalen Partner Casa im Distrikt Pondicherry/Indien vier Dörfer mit 850 Häusern aufbauen.

In der 30-Millionen-Hilfe sind auch jene Projekte eingerechnet, welche die Projektkommission der Glückskette für 8,5 Millionen Franken bewilligt hat: Grösstes Objekt ist zurzeit die Instandstellung der Trinkwasserversorgung der Stadt Banda Aceh/Indonesien. Das 6-Millionen-Projekt dient der Reinigung von Fluss- zu Trinkwasser für 150 000 Einwohner und schliesst die Ausbildung des Personals mit ein. Es handelt sich um ein Gemeinschaftswerk des Roten Kreuzes (Federführung), der DEZA (techn. Vorarbeit) und der Glückskette als Hauptgeldgeber.

Weitere Zusagen gehen u.a. an ein Hilfsprogramm für 320 Fischerfamilien (41 Boote, Netze etc.) in der Region Eyl/Somalia ( ADRA), für ein Gesundheitsprogramm zur Unterstützung des medizinischen Personals im zerstörten Spital von Medan/Indonesien, u.a. 40 000 Moskitonetze (SRK), Werkzeugkits für den Bau von provisorischen Unterkünften in der Region Meulaboh/Indonesien (Caritas) oder für die Betreuung von 650 betroffenen Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser und der Dorfgemeinschaft in Karunagapally/Indien (Heilsarmee). Weitere Projekte in Millionenhöhe sind in Vorbereitung.

Erfreut über den Ablauf der Hilfsaktionen nach drei Monaten zeigte sich Andreas Blum, ehemaliger Direktor von Schweizer Radio DRS und Präsident der elfköpfigen Projektkommission der Glückskette: "Dreissig Millionen innert weniger Wochen ist sehr viel Geld, ich bin froh, dass es so rasch vorwärts geht", meint der oberste Geldverteiler der Glückskette.

 

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

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    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.