Seebeben Asien

Sechs Monate nach der Tsunami-Katastrophe: Glückskette-Hilfe für 70 Millionen Franken

  • 22.06.2005
  • Seebeben Asien

Wiederaufbau in Indien

Die Glückskette und ihre Partner-Hilfswerke haben sechs Monate nach dem Seebeben in Südostasien bereits 56 Millionen Franken an Hilfe eingesetzt. Weitere Projekte in der Höhe von knapp 14 Mio Franken werden zurzeit bearbeitet.

Bis jetzt hat die Glückskette in 6 Ländern mit 14 Schweizer Hilfswerken und deren lokalen Partnern vor Ort zusammen gearbeitet und insgesamt 69 Projekte geprüft.

Die Nothilfe wurde schwergewichtig in Sri Lanka, Indien und Indonesien geleistet, aber auch in Somalia und Thailand. Hier spielte die Präsenz von Partner-Hilfswerken bereits vor der Flutkatastrophe massgeblich eine Rolle. Beim Wiederaufbau stehen Sri Lanka, Indonesien, Thailand und Indien im Vordergrund. Ende Mai hat die Glückskette zusammen mit dem Schweiz. Arbeiterhilfswerk eine Kontaktstelle für den Wiederaufbau in Phuket eröffnet.

 

Glückskette-Direktor Félix Bollmann zog an einer Medienkonferenz eine positive Bilanz: “Das Verteilsystem der Glückskette hat sich unter dieser enormen Belastung bewährt“. Und auch Andreas Blum, Präsident der Projektkommission, welche die Gesuche der Hilfswerke prüft und bewilligt stellt befriedigt fest: “Noch nie hat die Glückskette innert so kurzer Zeit so viele Spendegelder in Hilfe umgesetzt“.

 

Die Realisierung der Hilfsprojekte ist vielerorts allerdings äusserst komplex, spielen doch oft rechtliche, behördliche, psycho-soziale, ökologische, ökonomische und politische Aspekte ineinander. „Der Wiederaufbau wird deshalb vielerorts erst in ein, zwei Jahren beginnen können und oftmals Jahre dauern“, betonten mehrere Hilfswerkvertreter an der Medienkonferenz der Glückskette.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.