Seebeben Asien

Zwei Jahre nach dem Tsunami: 188 Millionen Franken und 112 Projekte

  • 21.11.2006
  • Seebeben Asien

«Die Bilanz der Glückskette ist sehr positiv, und ich habe hohen Respekt vor den enormen Leistungen unserer Partner-Hilfswerke», bilanziert Glückskette-Direktor Félix Bollmann den Wiederaufbau nach der Flutwelle in Südostasien vor knapp zwei Jahren.

«Einzig in Sri Lanka verzögern und verteuern sich mehrere Projekte wegen des wieder aufgeflammten Bürgerkriegs», ergänzt Héribert Kaeser, Leiter Projekte bei der Glückskette. Auch zahlenmässig lässt sich die Hilfe aus der Schweiz sehen: Zurzeit finanziert die Glückskette 112 Projekte in fünf Ländern in einem Gesamtbetrag von 187,9 Millionen Franken, dies in bewährter Zusammenarbeit mit 23 Partner-Hilfswerken und der Humanitären Hilfe des Bundes (DEZA). Von den 227,7 Millionen Franken, die nach der Katastrophe gespendet wurden, ist der grösste Teil bereits eingesetzt, und auch für den Restbetrag liegen bereits Projekte vor. «„Wir werden kaum genug Geld haben, um alle Wiederaufbau- und Entwicklungspläne finanzieren zu können», entgegnet Bollmann auf seinerzeit geäusserte Befürchtungen, die Glückskette hätte möglicherweise zuviel Spendegeld erhalten.

Schwerpunktland ist Sri Lanka mit 42 Projekten (77,3 Mio), gefolgt von Indonesien (29 Projekte / 66,7 Mio), Indien (31 Projekte / 38,3 Mio), Thailand (8 Projekte /3,7 Mio) und Somalia (2 Projekte / 1,8 Mio Franken). Für die Hilfe an betroffene Schweizer im Tsunami-Gebiet und hier im eigenen Land wurden für Härtefälle 0,2 Millionen Franken aufgewendet. Die Projekte sind sehr vielfältig: Nicht nur werden zirka 18'600 Häuser und Unterkünfte erstellt – die Hilfe geht von vielfältiger Nothilfe über den Bau von Spitälern, Schulen, Gemeinschaftseinrichtungen, Unterstützung von Fischereigenossenschaften, Umschulung von Fachleuten bis zu mobilen Unterrichtseinheiten zur Schaffung von Kleinbetrieben und psychosozialen Betreuung von Kindern und Jugendlichen. In Zusammenarbeit mit der Humanitären Hilfe des Bundes (DEZA) engagiert sich die Glückskette speziell für die Wasserver- und Entsorgung von Banda Aceh (200'000 Einwohner) und für Wiederaufbau und Rehabilitation von Fischer-Gemeinschaften auf den Inseln Ko Phra Thong und Ko Kho Khao in Thailand (2 Millionen Franken).

Die Glückskette und ihre akkreditierten Partner-Hilfswerke arbeiten nach anerkannten Grundsätzen der humanitären Hilfe, wie Miteinbezug der Betroffenen, Nachhaltigkeit der Projekte und des «Do no harm»: keine bestehenden Konflikte zu verschärfen oder neue zu provozieren.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

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    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.