Seebeben Asien

Neues Glückskette-Projekt: Unterstützung und Integration für Behinderte

  • 13.07.2007
  • Seebeben Asien

Nach dem Seebeben musste in Indonesien zunächst Soforthilfe geleistet werden. Nun gilt es allerdings, diese in den nachhaltigen Aufbau der Gesellschaftsstrukturen zu überführen. Die Glückskette finanziert in diesem Rahmen ein Projekt, das Behinderten eine angemessene medizinische Versorgung zukommen lässt.

Die indonesische Provinz Aceh hat jahrzehntelang unter den Unruhen und Zusammenstössen von Rebellen mit der indonesischen Armee gelitten. Mit dem Tsunami, der den Inselstaat Indonesien besonders gravierend traf, hat sich die Situation katastrophal verschärft. 800 Kilometer der Küste wurden zerstört, rund 130'000 Menschen kamen ums Leben. Die Einwohner von Aceh gehören somit heute zu den ärmsten Indonesiens.

Im Jahr 2005 ist nun endlich ein Friedensvertrag zwischen den Rebellen und der Regierung zustande gekommen. Damit kann das Leben der Bevölkerung nach über dreissig Jahren endlich normalisiert und die Nothilfe aus dem Seebeben in den längerfristigen Einsatz überführt werden.

Damit auch behinderte und invalide Menschen davon profitieren können, hat die Glückskette an ihrer letzten Projektsitzung beschlossen, ein Programm von Handicap International zu finanzieren, das sich für eine verbesserte medizinische Versorgung und Rehabilitation der Behinderten einsetzt.

Zusammen mit dem Krankenhaus von Banda Aceh werden die Patienten registriert, untersucht und diagnostiziert. Anschliessend werden sie in den entsprechenden Rehabilitationsprogrammen angemessen betreut. Darüber hinaus schulen die Mitarbeiter von Handicap International das Krankenhauspersonal in der Ausbildung orthopädischer Prothesen und arbeiten eng mit der lokalen Physiotherapieschule zusammen.

Der rasche und angemessene Zugang zu qualitativ hochstehender Pflege schränkt ausserdem Verschlimmerungen der Behinderungen ein und beugt Komplikationen vor. Viele der behinderten Menschen können so innerhalb ihrer Gemeinschaft betreut und in die Gesellschaft integriert werden.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

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    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

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    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.