Seebeben Asien

Tsunami-Opfer sind oft auch Kriegsvertriebene

  • 10.03.2008
  • Seebeben Asien

Die Glückskette ist in Sri Lanka mit rund 84 Millionen Franken Tsunami-Hilfe engagiert - dies in Zusammenarbeit mit 12 Schweizer Hilfswerken, die über 50 Projekte realisieren. Nothilfe ist längst, der Wiederaufbau weitgehend abgeschlossen: über 10'000 Häuser wurden repariert oder neu gebaut. «Was jetzt Not tut sind wirtschaftsfördernde Massnahmen», kommentiert Glückskette-Direktor Félix Bollmann die Situation vor Ort.

Bollmann ist eben von einem Projektbesuch aus Sri Lanka zurückgekommen und lobt die Qualität der Hilfsprojekte: «Unsere Partner und viele einheimische Helferinnen und Helfer haben ausgezeichnete Arbeit geleistet», bestätigte er in der DRS-Radiosendung am Sonntagmorgen.
Das grosse Problem im Norden und teilweise auch im Osten von Sri Lanka ist jedoch der Bürgerkrieg, der jeden Tag neue Opfer fordert. Über 200'000 intern Vertriebene leben als Flüchtlinge im eigenen Land. Bollmann: «Man kann zwischen Tsunami-Opfern und Bürgerkriegs-Opfern kaum mehr unterscheiden. In den betroffenen Gebieten sind es oft dieselben Menschen». Bis jetzt musste wegen des Kriegs bloss ein grösseres Projekt im Norden (Kilinochchi) aufgegeben werden - im Osten wurde ein wieder aufgebautes Dorf durch die Artillerie beschädigt - die Reparaturen sind im Gang.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

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13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

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