Seebeben Asien

4 Jahre nach der Katastrophe: Gute Noten für Glückskette-Tsunamihilfe

  • 25.12.2008
  • Seebeben Asien

Von den nach der Tsunami-Katastrophe durch die Glückskette gesammelten 227 Millionen Franken sind vier Jahre nach der Katastrophe heute 205,5 Millionen Franken bereits eingesetzt - der Rest des Geldes wird für nachhaltige Fortführung und Absicherung der realisierten Projekte verwendet. Neun Prozent wurden für Sofort- und Nothilfe, 80 Prozent für Instandstellung und Wiederaufbau und 11 Prozent für nachhaltige Entwicklung eingesetzt.

Insgesamt wurden über 18'000 Häuser repariert oder wieder aufgebaut und zahlreiche Schulen, Spitäler und Gemeinschaftseinrichtungen errichtet. Zudem wurden Rehabilitationsprogramme für mehrere tausend traumatisierte Kinder durchgeführt. Die Glückskette arbeitete dazu mit 14 Schweizer Partner-Hilfswerken in sechs Ländern zusammen.  

Zum vierten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe erhält das Konsortium von Glückskette, SRK, HEKS und DEZA von unabhängiger Seite gute Noten für die Bargeld-Projekte für Reparatur und Wiederaufbau (CfRR-Projekte) in Sri Lanka. Wie das Expertenteam um Yasemin Aysan festhält, kamen die 21 Millionen Franken 10 500 Familien (gegen 50'000 Personen) zugut. Bei den CfRR-Projekten erhalten die Tsunami-Opfer zum Wiederaufbau ihrer Häuser finanzielle Hilfe in Tranchen, wobei sich die Höhe (zwischen 1000 und 2500 Dollar) nach dem grad der Zerstörung richtet. Dieser Ansatz sei effizient und kosteneffektiv erfolgt, zeitlich seien die Bauten rasch voran gekommen und bei der Zuteilung seien keine
Diskriminierungen festgestellt worden. Cash for Repair and Reconstruction nehme die Nutzniesser mehr in die Pflicht, gebe ihnen aber auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten und Identitätsmöglichkeiten.

Anfangs November bereits hatte ein Workshop zwischen Schweizer Hilfswerken und ihren lokalen Partnern in Indien stattgefunden. Hier waren kritischere Töne zu hören: Vor allem blieb der Vorwurf, die Hilfswerke hätten sich von den indischen Behörden zu enge Vorgaben aufzwingen lassen (Auswahl der Begünstigten, Distanz zum Meer, Einheitlichkeit der Bauten).

Die meisten Tsunami-Projekte sollen in einem Jahr, Ende 2009, abgeschlossen werden.

Mehr dazu im FactsheetSEAS-dt.pdf

CfRR-Evaluation-dt.pdf

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

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Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

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Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

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