Seebeben Asien

Glückskette und Swisscontact fördern gemeinsam Hilfe zur Selbsthilfe

  • 24.08.2009
  • Seebeben Asien

«Swisscontact verteilt keine Fische. Aber Swisscontact kennt Leute, die wissen, wie man richtig fischt und dieses Wissen weitergeben.» Mit diesen Worten fasst Peter Grüschow, Stiftungsratspräsident von Swisscontact, die Arbeit von Swisscontact an einer Veranstaltung anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Stiftung zusammen.

Die Glückskette hilft bei Katastrophen. Aber je grösser die Katastrophe desto schlimmer die Folgen und umso dringender ist Hilfe nötig, damit die Menschen ihr Leben wiederaufbauen und ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können. Damit die Wirtschaft wieder zum Tragen kommt. Dazu gehört Wirtschaftsförderung und nachhaltiger Wissenstransfer. Deshalb unterstützt die Glückskette in Katastrophengebieten auch Projekte von Swisscontact der schweizerischen Stiftung für technische Entwicklungszusammenarbeit.

Hilfe zur Selbsthilfe

Zum Beispiel auf der indonesischen Insel Sumatra. Nach dem Tsunami von 2004 und dem Erdbeben im März 2005 kollabierte die Wirtschaft und die Menschen kämpfen bis heute mit den Folgen. 90% der Infrastruktur und tausende von Kleinst- und Kleinunternehmen wurden zerstört. Mit der Unterstützung der Glückskette fördert Swisscontact den Wiederaufbau geschädigter oder zerstörter Kleinfirmen Firmen auf Sumatra mit dem Ziel, Wissen und Arbeitsplätze wieder zu beleben. Seit dem Beginn des Projekts haben rund 1337 Firmen, vom Einpersonenbetrieb bis zum mittleren Unternehmen von der Unterstützung profitiert. Mehr als 533 neue sind kreiert worden. Ihre Aktivitäten reichen von der Möbelschreinerei über Mode bis zur Lebensmittelproduktion. Dank des Projektes konnten 7404 Arbeitsplätze neu geschaffen oder aufrechterhalten werden.

Glückskette-Seminar

«Diese Hilfe ist sinnvoll, weil die betroffenen Familienunternehmen schneller zur Selbstständigkeit zurückfinden und neue Arbeitsplätze generiert werden», erklärt Alain Geiger, Projektleiter der Glückskette. Der Lebensunterhalt für eine grosse Anzahl von Familien wird so wieder gesichert. Ein immer wichtiger werdendes globales Thema. Die Glückskette führt nicht zuletzt deshalb Ende August ein Seminar zum Thema «Wirtschaftlicher Wiederaufbau nach einer Katastrophe» durch. Die Spezialisten aller Partnerorganisationen diskutieren gemeinsam mögliche Lösungsansätze, damit  nach einer Katastrophe alle Bereiche des Wiederaufbaus einbezogen werden. Auch die selbstständige Einkommensgenerierung.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.