Seebeben Asien

Fünf Jahre nach der Katastrophe: Glückskette zieht erfolgreiche Tsunami-Bilanz

  • 24.11.2009
  • Seebeben Asien

Knapp fünf Jahre nach der Tsunami-Katastrophe sind die Hilfsprojekte der Glückskette weitgehend abgeschlossen. Mit der Rekordsammlung von 227 Millionen Franken konnte die Glückskette in Zusammenarbeit mit 16 Partner-Hilfswerken und zehn weiteren Organisationen insgesamt 166 Projekte in fünf Ländern mitfinanzieren.

8% der Gelder wurden für Soforthilfe, 79% für Wiederaufbau und Rehabilitation und 13% für nachhaltige Fortführung und Absicherung der Projekte eingesetzt. So konnten 21‘265 Häuser für etwa 90‘000 Menschen repariert oder wieder aufgebaut werden, dazu 34 Schulen und ebenso viele Spitäler und Gesundheitseinrichtungen. 

Über 70‘000 traumatisierte Kinder wurden psychologisch betreut, knapp 40‘000 Betroffene mittels Anlehren umgeschult und 130‘000 Personen erhielten eine wirtschaftliche Starthilfe nach der Katastrophe. Die Tsunami-Hilfe aus der Schweiz kam insgesamt 3,1 Millionen Menschen zugut.

Die Glückskette startet eine Informationskampagne zum Abschluss der Tsunami-Hilfe und verbindet dies mit einem Dank an die Nation. Dazu  werden 500‘000 MERCI-Zeitungen während zwei Wochen in allen Poststellen und an allen K-Kiosken in der Schweiz aufgelegt. Hier erfahren die 1,2 Millionen Spenderinnen und Spender viele Details über Hilfsprojekte und Hintergründe. Es gibt auch selbstkritische Töne, welche Lehren aus der Tsunami-Hilfe gezogen wurden und ob tatsächlich zu viel Geld vorhanden war. Zudem kann man sich für den Prix Solidarité der Glückskette bewerben, wo drei Reisen zum Besuch von Tsunami-Projekten in Asien zu gewinnen sind. Die Informationskampagne wird ohne Einsatz von Spendegeldern finanziert und von zahlreichen Medien mit Radiosendungen, TV-Beiträgen und Zeitungsartikeln begleitet. Weitere Informationen finden sich auch auf dem Internet und hier im Dossier «Tsunami- 5 Jahre danach».

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Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

  • Privatradios Pro
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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.