Seebeben Asien

Besuch von Tsunamiprojekten in Sumatra

  • 05.08.2010
  • Seebeben Asien

Die Provinz Aceh auf der indonesischen Insel Sumatra war vor fünf Jahren am meisten vom Tsunami betroffen. An der Ostküste konnte die Glückskette in der Stadt Sigli zusammen mit dem Schweizerischen Roten Kreuz eine moderne Schulanlage einweihen. An der Westküste fokussieren die Projekte in der Stadt Meulaboh auf die Verbesserung der Lebensgrundlagen und Ausbildung. Die Glückskette unterstützt auch diese Projekte von Caritas Schweiz.

Seit diesem Sommer besuchen 254 Schülerinnen und Schülern die moderne Schulanlage in Sigli. Sie feierten Ende Juli mit mehr als 800 Gästen die Einweihung der neuen Schule. In Zukunft sollen hier gegen 1000 Schüler unterrichtet werden. Zur neuen Schulanlage gehören zwei Unterrichtsgebäude ausgerüstet mit Computerraum, Sprachlabor und Bibliothek sowei ein Internatsgebäude, eine Mehrzweckhalle, ein Sportplatz und Bungalows für die Lehrkräfte. Die Glückskette beteiligte sich mit 6,7 Millionen Franken am Bau, welcher vom Schweizerischen Roten Kreuz realisiert wurde. Damit konnte das grösste Einzelbauprojekt der Tsunamihilfe feierlich abgeschlossen werden. 

Neues Leben

In der Stadt Meulaboh besuchte die Glückskette Projekte von Caritas, welche sie mitfinanziert. Bis Ende August werden hier über 2100 neue Wohnhäuser von Caritas Schweiz an das Trink- und Abwassernetz angeschlossen.

Viele der Bewohner der Stadt verloren durch den Tsunami und die damit verbundene Umsiedlung auch ihre Lebensgrundlage. Mit Ausbildung, Bildung von Koorperativen, Kleinkrediten und Arbeitsplätzen wird die Existenz vieler Familien gesichert. Daneben wird die Gemeinschaft gefördert mit dem Aufbau eines Quartierladens, einer Koranschule und einem Volleyballplatz.

Aus- und Weiterbildung

Im neuen Spital von Nagan Raya unterstützt Caritas Schweiz die Ausbildung des Spitalpersonals. Dank der Finanzierung durch die Glückskette konnten unter anderem eine Kinderkrankenschwester, eine Laborantin und eine Hebamme in Weiterbildungskursen ihr Wissen vertiefen. Im Spital von Nagan Raya erblickt durchschnittlich ein Kind pro Tag das Licht dieser Welt.

Auf der vorgelagerten Halbinsel bereiten sich Fischerfamilien mit der Unterstützung von Caritas in regelmässigen Trainings für das richtige Verhalten im Katastrophenfall. Dieses Training wurde beim letzten Erdbeben der Stärke 7,6 im vergangenen Mai auf die Probe gestellt. Mit Erfolg: die Evakuierung der gesamten Siedlung wurde in nur 15 Minuten durchgeführt. Die gefürchtete Tsunamiwelle blieb zum Glück aus. 19 weitere Gemeinden sollen noch unterrichtet werden. 

«Alle diese Projekte im Norden Sumatras dokumentieren auf eindrückliche Weise den Ansatz der Glückskette, nach der Nothilfe vor allem in langfristige Projekte zu investieren,» zieht Andreas Rüfenacht von der Glückskette ein positives Fazit seiner Projektreise. 

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    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

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    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.