Seebeben Asien

Sammlung Tsunami 2004: Wirkungsanalyse 10 Jahre danach

  • 07.08.2014
  • Seebeben Asien

© Swiss Solidarity

Im Dezember 2014 jährt sich das Seebeben in Südostasien zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass organisiert die Glückskette erstmals eine breit angelegte Wirkungsmessung über die Hilfe für die Opfer des verheerenden Tsunamis. In Folge der grössten Sammlung in der Geschichte der Glückskette wurden bisher fast 200 Hilfsprojekte in der Höhe von knapp 217 Millionen Franken mitfinanziert. Zur Zeit untersuchen unabhängige Experten in drei Ländern, in welcher Form dieser Beitrag das Leben der Menschen nach der Katastrophe beeinflusst hat.

Die breit angelegte Wirkungsanalyse soll im Gegensatz zu bisherigen Evaluationen in erster Linie untersuchen, ob die begünstigten Personen nach der Katastrophenhilfe in ihrem neuen Umfeld Fuss gefasst haben, ob sich in den neuen Dörfern eine positive Dynamik entwickeln konnte und wie die sozioökonomischen Faktoren von heute durch die damaligen Hilfsprojekte beeinflusst wurden. Direktor Tony Burgener spricht von einem innovativen Ansatz: "Wirkungsmessung bei humanitären Projekten wurde bisher noch sehr selten durchgeführt. Unsere Analyse soll deshalb auch zeigen, ob dieser Ansatz zu aussagekräftigen Resultaten führen kann."

Unabhängige Experten der renommierten belgischen Beratungsfirma Channel Research führen diese Wirkungsanalyse von April bis September 2014 stellvertretend für die 13 vom Tsunami betroffenen Länder in Indien, Indonesien und Sri Lanka durch und präsentieren die Ergebnisse Anfang Dezember.

Information und Wissensaustausch


Im Rahmen dieser Untersuchung sollen die Spenderinnen und Spender der Glückskette über den Einsatz der Spendengelder und deren Wirkung informiert werden. Im Fall der Tsunami-Sammlung wurde die Öffentlichkeit von der Glückskette letztmals im Dezember 2009 umfassend mit einer Gratis-"Merci!"-Zeitung informiert. Gestützt auf die 2014 durchgeführte Wirkungsmessung zum 10. Jahrestag des Tsunamis soll nochmals umfassend informiert werden.

Bereits während des Wiederaufbaus und der Rehabilitationsphase wurden seit 2005 zahlreiche Evaluationen von unabhängigen Experten durchgeführt. Die Glückskette will sich mit dieser Wirkungsanalyse nicht nur als kompetente, sorgfältige und transparente Geldgeberin in Erinnerung rufen. Sie möchte auch aufzeigen, dass die Stiftung durch die Arbeit ihrer Schweizer Partnerhilfswerke, die unabhängigen Evaluationen der geleisteten Hilfe und die damit verbundenen Informationen darüber (wie bereits für Haiti im Januar 2014) gleichwohl als Katalysator für den Wissensaustausch unter den humanitären Akteuren dient.

Hintergrund Seebeben Asien 2004


Ein Seebeben der Stärke 9,1 löste in den Morgenstunden des 26. Dezember 2004 in Südostasien mehrere Flutwellen (Tsunamis) aus, welche in 13 Ländern verheerende Folgen hatten. Fast 15 Millionen Menschen waren betroffen und 2 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Tsunami-Katastrophe löste weltweit eine bis heute noch nie dagewesene Welle der Solidarität aus. In der Schweiz kamen rund 300 Millionen Franken an Spenden zusammen – allein bei der Glückskette 227,7 Millionen Franken.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.