Afrika

Krisen in Ost- und Zentralafrika

  • 31.03.2014
  • Afrika

©keystone

Afrika ist ein krisengeschüttelter Kontinent. Besonders am Horn von Afrika und in Zentralafrika litten anfangs 2014 viele Menschen unter Bürgerkriegen, Vertreibungen und Repressionen. Die Glückskette wird aktiv, sofern Mittel verfügbar und Partnerhilfswerke in den entsprechenden Regionen tätig sind.

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt und steht bereits zwei Jahre nach Erlangen der Unabhängigkeit am Abgrund. Aufgrund der innerethnische Konflikte sind 400'000 Menschen intern Vertriebene – Flüchtlinge im eigenen Land – und fast 200’000 Menschen flüchteten in Nachbarländer.

In der Zentralafrikanischen Republik bekämpfen sich muslimische Rebellen und christliche Milizen. Diese Krise führte zusammen mit der im Südsudan zu einer der schlimmsten Vertreibungssituationen (intern Vertriebene sowie Flüchtlinge) in Afrika. Mehr als 1,8 Millionen Menschen waren gezwungen, ihre Wohnorte zu verlassen und leben unter schwierigsten Verhältnissen in der Region. Die Uno schätzt, dass allein aufgrund dieser Konflikte im Juni 2014 rund 3,2 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden.

Das Nachbarland, die Demokratische Republik Kongo (DRC), befindet sich ebenfalls in einer Krise. Vom Osten aus kämpfen ugandische Aufständische gegen die Regierung im Heimatland. Sie sollen in den letzten drei Jahren fast 700 Menschen entführt haben, darunter viele Frauen und Kinder. Über 2,6 Millionen Menschen leben als intern Vertriebene in der DRC und fast eine halbe Million flüchtete in die Nachbarländer.

Zu den Krisenherden in Ostafrika zählt leider auch immer noch Somalia, wo seit 20 Jahren ein blutiger Bürgerkrieg tobt und es faktisch keine funktionierende Staatsgewalt im Land gibt. Diese unsichere Lage führt ebenfalls zu grossen Flüchtlingsströmen – 1,1 Millionen intern Vertriebene und 1,1 Millionen Flüchtlinge.

Enorme humanitäre Bedürfnisse

Die Uno geht davon aus, dass im Jahr 2014 11 Millionen Menschen in Afrika südlich der Sahara auf Schutz und Hilfe angewiesen sein werden. 5,4 Millionen Menschen sind demnach intern Vertriebene und 3,4 Millionen Flüchtlinge.

Die meisten dieser Menschen, ob im eigenen Land vertrieben oder Flüchtlinge, haben furchtbare Dinge erlebt und brauchen sowohl Hilfe bei der Verarbeitung ihrer Traumas, als auch Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln, Hilfsgütern und Wasser.

Die Glückskette verfolgt diese Krisen gemeinsam mit den Partnerhilfswerken und wird aktiv, sofern Mittel zur Verfügung stehen und Partner in der entsprechenden Region tätig sind. Im Südsudan konnte die Stiftung über die permanente Sammlung Afrika ein Projekt von Caritas Schweiz mitfinanzieren, welches den intern vertriebenen Menschen zu Hilfe kommt. Die Verteilung von Hilfsgütern, der Bau von Latrinen und sanitären Anlagen sowie Hygienesensibilisierungen tragen zur Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Menschen bei. Nun sind die Mittel aus diesem Fonds leider aufgebraucht. Ebenfalls im Südsudan konnte die Stiftung über die Sammlung Kinder im Krieg (JRZ 10) zudem ein Projekt von Terre des hommes – Kinderhilfe für 1000 Kinder von intern Vertriebenen, welche bei Gastfamilien wohnen, oder die Kinder dieser Gastfamilien mitfinanzieren. Diese Kinder leben in der vom Konflikt stark betroffen Hauptstadt Juba und sind von gefährlicher Kinderarbeit betroffen. Sie werden gesundheitlich, materiell und psychosozial unterstützt.

 

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