Sozialhilfe in der Schweiz

Was tut denn die Glückskette für die Bevölkerung in der Schweiz?

  • 05.11.2009
  • Sozialhilfe Schweiz

Seit ein paar Monaten ist das Wort Krise allgegenwärtig – nicht nur in den Medien, sondern auch zuhause und unterwegs. Die Auswirkungen dieser Krise beschäftigen selbstverständlich auch die Glückskette. Verschiedentlich wurde die Glückskette aufgerufen, bestimmten Industriezweigen oder Interessengruppen unter die Arme zu greifen. Solche Initiativen sind zwar nicht immer ganz ernst gemeint. Dennoch sei daran erinnert, dass die Glückskette weder die Fähigkeit noch das Know-how hat, grosse Unternehmen oder Branchen zu unterstützen – und die Statuten sehen diesen Zweck auch nicht vor. Aber für alle in Not geratenen Menschen ist die Glückskette da.

Denn mögliche Folgen dieser Krise, welche nicht nur Einzelpersonen, sondern die Bevölkerung generell treffen können, sind Arbeitslosigkeit, Aussteuerung, Schwierigkeiten beim Einstieg in die Arbeitswelt, die Verknappung der Stellenangebote und die Ausgrenzung benachteiligter Personen oder sozialer Gruppen. Die Glückskette verfolgt die Entwicklung mit grosser Aufmerksamkeit, und sie wäre auch in der Lage zu helfen. So appellierte sie 1973 oder 1993 an den Grossmut des Publikums, um Sozialhilfeprogramme oder Programme zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen.

Doch Hilfe ist jetzt schon möglich! In der Tat leistet die Glückskette seit ihrer Gründung 1946 im Stillen Sozialhilfe. Es konnten zum Beispiel im Jahr 2008, 3940 Personen in der Schweiz davon profitieren. Da Katastrophen nicht nur ein kollektives Phänomen sind, hat die Glückskette eine Art Soforthilfe geschaffen für Menschen, die in einen Engpass geraten sind. Dabei geht es nicht darum, die von den Gemeinden, Kantonen oder privaten Organisationen errichteten sozialen Systeme zu ersetzen, sondern in Form eines finanziellen Zustupfs punktuell Überbrückungshilfe zu leisten.

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.