Unwetter Schweiz

Ein Monat nach Unwetter Schweiz: Glückskette-Hilfe gut angelaufen

  • 21.09.2005
  • Unwetter Schweiz

Die schweren Unwetter zwischen Freiburgerland und Engadin vor einem Monat haben Verwüstungen in der Höhe von rund 2 Milliarden Franken verursacht. Viele Schäden zeigen sich erst jetzt bei den Aufräumarbeiten. Trotz hoher Versicherungsdeckung werden vielen Betroffenen hohe Kosten bleiben. Die Glückskette hilft - subsidiär zu Versicherungsleistungen, Elementarschädenfonds, Subventionen und Direktspenden - in Härtefällen.

Bis jetzt haben gegen 500 Personen Soforthilfe erhalten. Diese Beträge zwischen 500 und 5000 Franken wurden in der Regel innert 24 Stunden ausbezahlt. Auch bei der Überbrückungshilfe (z.B. Evakuierte, die nach wie vor nicht in ihre Häuser zurückkehren können) rechnen die Experten vom Schweiz. Roten Kreuz und der Caritas - die im Auftrag der Glückskette alle einzelnen Fälle abklären - mit etwa weiteren hundert Fällen. Das Schwergewicht der Hilfe wird zu einem späteren Zeitpunkt die Übernahme von Restkosten bei Privatpersonen, kleineren Familienunternehmen und finanzschwachen Gemeinden sein.

Gut läuft die Koordination der Hilfe zwischen Kantonen, Gemeinden und Glückskette: Während in der Innerschweiz Koordinationskommissionen auf Kantonsebene arbeiten, sind es im Kanton Bern Spendekommissionen, die in den hauptsächlich betroffenen Amtbezirken eingesetzt werden.

Die Sammlung "Unwetter Schweiz" hat bis jetzt Spenden in der Höhe von 37 Millionen Franken erhalten - 13 Millionen mehr, als am Sammeltag versprochen worden waren. Weitere Spenden sind nach wie vor möglich aufs Postkonto 10-15000-6 (Vermerk "Unwetter CH").

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.