Unwetter Schweiz

Glückskette ein Jahr nach den Unwettern:"So rasch wie möglich, so seriös wie nötig"

  • 18.08.2006
  • Unwetter Schweiz

Am 21./22. August jährt sich in der Schweiz die Unwetterkatastrophe, die letztes Jahr weite Gebiete vom Freiburgerland über Graubünden bis zum Bodensee heimgesucht hat. Die gesamten Schäden belaufen sich auf über 2,5 Milliarden Franken.

Die Glückskette hat seither gegen 1000 Gesuche für Unterstützung erhalten, gut die Hälfte davon konnte bereits abgeschlossen werden. Von den gesammelten 49 Mio Franken sind bis jetzt für Sofort- und Rehabilitationshilfe 19,7 Mio Franken ausbezahlt oder als Vorschüsse zur Verfügung gestellt worden. Viele Gesuche können erst erledigt werden, wenn die Leistungen von Versicherungen, Elementarschädenfonds, Subventionen und Direktspenden feststehen. Nach früheren Erfahrungen dürfte es bis zu letzten Schlussabrechnungen 3 bis 4 Jahre dauern.
Die Hilfeleistungen werden von örtlichen Spendekommissionen koordiniert und bei der Glückskette durch die Finanzierungskommission bewilligt.
Erste Priorität haben Gesuche von Privatpersonen, sodann von
nicht-gewinnorientierten Körperschaften (z.B. Alpgenossenschaften), Familienunternehmen und Kleingewerbe. An dritter Stelle folgen finanzschwache Gemeinden, dies immer subsidiär und in Härtefällen.
Glückskette-Gelder werden vor allem für Aufräum- und Instandstellungsarbeiten, Restkosten bei Reparaturen an Gebäuden und ihrer Umgebung, für Fahrhabe, Ersatz von Inneneinrichtungen, zusätzliche Miet-, Lager und Transportkosten, hohe Selbstbehalte usw. ausbezahlt. "Viele Fälle sind komplizierter, als man sich das anfänglich vorstellt", kommentiert Roland Jeanneret, Leiter Kommunikation bei der Glückskette. "Wir suchen jeden Tag die besten Lösungen zwischen so rasch wie möglich und so seriös wie nötig".

    Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

    • Privatradios Pro
    • Keystone
    • Swisscom
    • SRG SSR

    Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

    Privatradios Pro

    13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

     

     

     

    Keystone

    Keystone

    Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

    Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

     

    Swisscom

    Swisscom

    Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

    Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

    SRG SSR

    SRG SSR

    Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

    An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

    Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.