Unwetter Schweiz

Unwetter 2005 - 2 Jahre danach: Spenden weitgehend aufgebraucht

  • 20.08.2007
  • Unwetter Schweiz

Die Glückskette zieht zwei Jahre nach den schweren Unwettern vom Sommer 2005 eine sehr positive Bilanz: 44,167 Millionen Franken (89% der Spenden) sind bereits verteilt. 4,7 Millionen Franken wurden für rund 580 Einzelpersonen und kleinere Unternehmungen eingesetzt, der grösste Teil der Hilfe (39, 5 Millionen) ging an über 100 kleinere, finanzschwache Gemeinden in zehn Kantonen und kam damit primär der Bevölkerung in Berggemeinden zu gut.

Für noch nicht abgeschlossene Fälle, für Folgeprojekte und als kleine Reserve wurden 5,3 Millionen Franken bereitgestellt. Die Glückskette hatte anlässlich eines nationalen Sammeltages Ende August 2005 über 49 Millionen Franken an Spenden erhalten. Diese Hilfe, die in Härtefällen und subsidiär (nach Leistungen der Versicherungen und anderen Zuwendungen) Privatpersonen, Klein- und Familienunternehmen, nichtgewinnorientierten Institutionen und kleineren, finanzschwachen Gemeinden zugute kommt, ist weitgehend aufgebraucht. Einige Gesuche können wegen noch laufenden Abklärungen und hängigen Verfahren erst in den nächsten Monaten abgeschlossen werden.

Für die konkrete Abwicklung der Hilfsgesuche arbeiten - je nach Landesgegend - Spezialisten der Partner-Hilfswerke Caritas und Schweiz. Rotes Kreuz im Auftrag der Glückskette. Diese Zusammenarbeit, die sich sehr bewährt hat, wird durch eine spezielle Konvention geregelt und ermöglicht eine rasche und unbürokratische Unterstützung. In Notsituationen werden beispielsweise Vorschüsse gewährt, die dann später mit den definitiven Leistungen anderer verrechnet werden. Auf Kantons- oder Bezirksebene sind meistens spezielle Spendenkommissionen im Einsatz, welche die gerechte Verteilung der Gelder und die Koordination der Zahlungen gewährleisteten.

Die Glückskette möchte an dieser Stelle nochmals allen Spenderinnen und Spendern, aber auch allen Fachleuten und Freiwilligen, welche die Folgen dieser nationalen Katastrophe mildern halfen, herzlich danken.

Die Glückskette ist eine Stiftung, gegründet auf Initiative der SRG SSR | Partnerschaft & Zusammenarbeit

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Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» (PPG)

Privatradios Pro

13 Privatradios in der Deutschschweiz haben sich zur Vereinigung «Privatradios pro Glückskette» zusammengeschlossen und unterstützen aktiv Spendenaufrufe, Sammeltage und weitere Aktivitäten der Glückskette. 

 

 

 

Keystone

Keystone

Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte. Dank der Partnerschaft mit der international tätigen Schweizer Bildagentur Keystone verfügt die Glückskette jederzeit kostenlos über ein umfassendes Angebot an aktuellen Bildern.

Keystone wirft einen Schweizerischen Blick auf unser Land und die Welt. Mit einem Team von 20 festangestellten Fotografinnen und Fotografen in der ganzen Schweiz und internationalen Partneragenturen wird sichergestellt, dass kein aktuelles Ereignis verpasst wird. Als grösste Bildagentur der Schweiz verfügt Keystone ausserdem über einen fast unendlichen Fundus zur sozialen Geschichte der Schweiz (rund 11 Millionen Archivbilder).

 

Swisscom

Swisscom

Ein nationaler Sammeltag der Glückskette ist ohne das Telefondispositiv von Swisscom undenkbar: zwischen 120 und 150 Telefonleitungen werden – regional sortiert – in sechs Sammelzentralen – die ebenfalls von der Swisscom ausgerüstet werden – geleitet. Am Tsunami-Sammeltag beispielsweise wurden so über 70'000 Anrufe bewältigt. Diese Dienstleistung ist an Sammeltagen gratis.

Das Internet als Kommunikationsmittel ist auch bei der Glückskette zentral. Die Swisscom AG unterstützt deshalb Jahr für Jahr den Internetauftritt der Glückskette mit einem namhaften Betrag. Swisscom (früher PTT) ist seit über sechzig Jahren treue Partnerin der Glückskette.

SRG SSR

SRG SSR

Die Glückskette entstand 1946 als Radiosendung in der Westschweiz – ihre erste Sammlung galt Waisenkindern des 2. Weltkriegs. Die Idee wuchs und wuchs und 1983 wurde die Glückskette eine von der SRG initiierte Stiftung. Die Glückskette ist heute eine Stiftung, welche Spenden sammelt für humanitäre Hilfsprojekte nach wie vor angeführt durch die SRG SSR.

An nationalen Solidaritäts- und Sammeltagen ist die «Glückskette» der Ausdruck von Solidarität und Hilfe der gesamten Bevölkerung in der ganzen Schweiz. Dies ist nur möglich, weil die SRG SSR ihre Sendungen kostenlos der Glückskette zur Verfügung stellt. Die Glückskette ist selber – mit wenigen Ausnahmen – keine Hilfsorganisation, sondern ein Solidarwerk, welches zurzeit mit  25 Schweizer Hilfswerken zusammenarbeitet.

Die Verbundenheit mit der SRG SSR zeigt sich darin, dass die Unternehmenseinheiten SRF, RTS, RTR und RSI alle mit einem Sitz im Stiftungsrat vertreten.