22 Millionen Franken für Hilfe in Ostafrika eingesetzt

Vor einem Jahr hat die Glückskette das Spendenkonto für die Opfer der Hungersnot in Ostafrika eröffnet. Die Bilder des Elends, der rund 13 Millionen betroffenen Menschen, lösten unter der Schweizer Bevölkerung eine enorme Solidaritätswelle aus: mehr als 28 Millionen Franken wurden gespendet und 22 Millionen Franken davon hat die Glückskette bereits eingesetzt.

 

Ein Jahr später ist es Zeit Bilanz zu ziehen: Die Glückskette hat bereits 24 Hilfsprojekte von 13 Hilfsorganisationen mitfinanziert. Am Anfang der Sammlung lag der Schwerpunkt in der Nothilfe und dort vor allem auf der Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser und Hygieneprodukten. Nun geht es aber auch darum, das Nahrungsproblem nachhaltig zu lösen, weshalb auch Projekte im Bereich Landwirtschaft, Verteilung von Saatgut und Fruchtbarmachen von Böden durchgeführt werden.

 

Hilfe muss weitergehen

Wichtig ist es, die Hilfe nun nicht abzuziehen, denn laut Unicef leiden am Horn von Afrika immer noch 900’000 Kinder Hunger. Es konnte zwar schon vielen Menschen geholfen werden, doch leide in Somalia jedes fünfte Kind an Mangelernährung und gerade in entlegenen Gebieten ist Hilfe noch dringend nötig. 11 Partnerhilfswerke der Glückskette sind deshalb weiterhin in Äthiopien, Kenia und Somalia tätig, auch wenn der fehlende Zugang zur notleidenden Bevölkerung in Somalia und die teilweise bedrohliche Sicherheitslage in den übrigen Gebieten die Hilfswerksmitarbeiter immer wieder bei ihrer Arbeit behindern.

Die internationale Gemeinschaft und die Hilfswerke haben ihre Lehren aus der Situation in Ostafrika gezogen und nun in der Sahelzone, in Westafrika, wo eine ähnliche Katastrophe drohte, diese durch rechtzeitiges Intervenieren vorerst abwenden können.