05.02.2020

Neue Unterstützung für Obdachlose und ausgegrenzte Menschen in der Schweiz

Obdachlose und Menschen ohne festen Wohnsitz werden aus der Gesellschaft ausgeschlossen und haben oft mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen. Wir engagieren uns für sie: Mit den gesammelten Spendengeldern unterstützen wir Projekte, die diesen Menschen einen Platz in der Gesellschaft zurückgeben.

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Die schlimmste Ausprägung von Armut in der Schweiz

Auf der Strasse schlafen, ohne Unterkunft, wo sie sich erholen können: So sieht der Alltag für Obdachlose aus. Obwohl diese Situation als schlimmste Ausprägung von Armut in der Schweiz angesehen wird, gibt es bis heute keine nationale Statistik über das Ausmass von Obdachlosigkeit im Land. Die Nutzungsstatistiken von Notschlafstellen deuten zwar darauf hin, dass die Zahl obdachloser Menschen steigt – sie bilden jedoch nur einen Teil der Realität ab. So geben die Zahlen beispielsweise keinen Aufschluss darüber, wie viele Personen in temporären oder unwürdigen Wohnverhältnissen leben oder an ungeeigneten Orten wie im Auto oder auf dem Campingplatz.

Die wenigsten Menschen sind freiwillig obdachlos

Gemäss der ersten vertieften Studie zur Obdachlosigkeit in Basel*, die von der FHNW durchgeführt wurde, sind die wenigsten Menschen freiwillig obdachlos oder ohne festen Wohnsitz. Von den 469 Befragten gaben nur drei Personen an, freiwillig ohne Dach über dem Kopf zu leben. Die gleiche Studie zeigt, dass der Hauptgrund für einen Wohnungsverlust der Verlust des Arbeitsplatzes ist.

Wenn dann noch Faktoren wie Gesundheits- und Beziehungsprobleme oder der angespannte Schweizer Wohnungsmarkt hinzukommen, kann die Obdachlosigkeit anhalten. Sans-Papiers, Asylsuchende und Menschen mit psychischen Problemen sind dabei besonders bedroht. Eine unserer Prioritäten ist es deshalb, die spezifischen Bedürfnisse dieser Menschen genau abzuklären, um angemessen auf sie reagieren zu können.

*Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekäres Wohnen Ausmass, Profil und Bedarf in der Region Basel, Matthias Drilling, Jörg Dittmann, Tobias Bischoff

«Seit ihrer Gründung hat sich die Glückskette stets für bedürftige Menschen in der Schweiz eingesetzt –sei es mit Nothilfe nach Naturkatastrophen oder mit individueller Sozialhilfe. In jüngster Zeit haben wir unsere Unterstützung auf Jugendliche in Not und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, ausgeweitet. Jetzt wollen wir auch Menschen, die auf der Strasse oder in prekären Wohnsituationen leben, einen würdigen Platz in der Schweizer Gesellschaft zurückgeben, indem wir hochwertige Projekte finanzieren».
Fabienne Vermeulen, Programmverantwortliche Schweiz, Glückskette

Würdevolle Integration dank Ihrer Hilfe

Mit unserer Spendensammlung und dem Aufruf zur Projekteingabe wollen wir die Bevölkerung auf ein wenig beachtetes Thema aufmerksam machen, das auch in der Schweiz eine tragische Wirklichkeit darstellt. Wir haben finanzielle Mittel zur Verfügung, um die ersten Projekte zu unterstützen. Damit wir aber nachhaltig handeln können, appellieren wir an Ihre Solidarität. Mit Ihren Spenden finanzieren wir unter anderem folgende Aktivitäten:

  • Errichten von Unterkünften – zum Beispiel Notunterkünfte oder innovative Lösungen wie «Tiny Housing» (Bau von temporären Häusern)
  • Bereitstellung von Gegenständen zum Schlafen und Essen, von Schliessfächern und medizinischer Versorgung
  • Aktivitäten, die es obdachlosen und sozial ausgegrenzten Menschen ermöglichen, wieder einen Platz in der Gesellschaft zu finden
  • Strassensozialarbeit zugunsten von Menschen, die keine Hilfsstrukturen in Anspruch nehmen möchten
  • Juristische Unterstützung und Begleitung von Obdachlosen, die sie sich so Gehör verschaffen können

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir isolierten und gefährdeten Menschen in der Schweiz ermöglichen, sichtbar zu werden und einen Platz in unserer Gesellschaft zu finden. Vielen Dank! Ihre Spende macht den Unterschied.

Sie möchten ein Finanzierungsgesuch für ein Projekt stellen? Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen.