Die wichtigsten Erkenntnisse des Solidaritätsbarometers 2026
80 Jahre nach der Gründung der Glückskette wollten wir wissen: Wie solidarisch ist die Schweiz heute? Die Ausgabe 2026 untersucht, welchen Stellenwert Solidarität in der Bevölkerung hat, wie sie gelebt wird und wie sich die Vielzahl der Krisen auf die Bereitschaft zu helfen auswirkt. Sie zeigt: Solidarität ist weiterhin stark verankert, gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Orientierung und sichtbarer Wirkung.
Erkenntnis Nr. 1 – Solidarität ist tief verankert
95 % der Bevölkerung halten Solidarität für wichtig für das gesellschaftliche Zusammenleben. Dieser breite Grundkonsens zeigt sich über Generationen und verschiedene Bevölkerungsgruppen hinweg. Gleichzeitig erleben nur 68 % die Schweizer Gesellschaft insgesamt als solidarisch.
Erkenntnis Nr. 2 – Keine verbreitete Krisenmüdigkeit
86 % der Befragten haben den Eindruck, dass die Zahl der Krisen in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Trotzdem bleibt die Spendenbereitschaft stark: Bei 60 % ist sie unverändert, bei 28 % sogar gestiegen. Nur 8 % berichten von einem Rückgang.
Erkenntnis Nr. 3 – Die Krisen verändern, wie Menschen helfen
Die Vielzahl der Krisen führt dazu, dass Menschen bewusster auswählen, wofür sie sich engagieren. 78 % geben an, stärker abzuwägen, welche Anliegen sie unterstützen, und 61 % fragen sich manchmal, ob ihre Hilfe tatsächlich etwas bewirkt. Die Herausforderung liegt damit weniger in fehlender Solidarität als in einem wachsenden Bedürfnis nach Orientierung.