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13.05.2022

Die Glückskette im Jahr 2021: Mehr als 8 Millionen Menschen in Not mit Hilfe unterstützt

Unser neuer Jahresbericht zeigt, welche Themen uns das vergangene Jahr stark beschäftigten. In erster Linie war es das Coronavirus, das das Jahr 2021 prägte und so unterstützten viele der von uns finanzierten Projekte Betroffene der Pandemie. Doch auch andere Themen wie die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, das Erdbeben in Haiti sowie unser 75. Jubiläum standen im Fokus unserer Arbeit.

Das Jahr 2021 hätte das Jahr sein sollen, das die Coronavirus-Pandemie beendet. Wie uns allen deutlich vor Augen geführt wurde, war dies nicht der Fall, sondern das Virus hat uns im Gegenteil stark beschäftigt. So stand vergangenes Jahr wiederum die Unterstützung der Menschen, die in der Schweiz und im Ausland am stärksten unter den Folgen der Pandemie litten im Fokus unserer Arbeit. Aus den Coronavirus International und Schweiz-Sammlungen finanzierten wir mehr als 70 Projekte gegen die Auswirkungen von Covid-19 in der Schweiz und im Ausland. Doch auch andere Themen waren bei uns wichtig, wie die untenstehende Auflistung zeigt.

Im Jahr 2021 erhielten wir Spenden in der Höhe von mehr als 27 Millionen Franken. Unsere grossen Spendensammlungen waren die Sammlung zum 75. Jubiläum für Kinder in Not (7’494’931), die Coronavirus International Sammlung (6’553’403) sowie die beiden Sammlungen für die humanitären Krisen im August während der Machtübernahme in Afghanistan (4’631’051) und dem Erdbeben in Haiti (2’039’772).

Insgesamt finanzierten wir 348 Projekte mit 34 Millionen Schweizer Franken und unterstützten damit 8,4 Millionen Menschen in Not mit dringend benötigter Hilfe. Über ¾ davon waren von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Wir finanzierten sowohl in der Schweiz, als auch im Ausland 174 Projekte. Insgesamt arbeiteten wir in 40 Ländern auf der ganzen Welt.

Die meisten Spenden setzten wir im vergangenen Jahr in der Schweiz ein (7’061’619), aber auch Indonesien, Bangladesch, Afghanistan oder Palästina gehörten zu den Ländern, die wir unterstützten.

Der grösste Teil der Spenden floss vergangenes Jahr in Projekte für Menschen, die von den wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie in der Schweiz und weltweit am stärksten betroffen sind.

75 Jahre Glückskette

Das Jahr 2021 stand auch im Zeichen unseres 75-jährigen Bestehens. Seit nunmehr 75 Jahren steht die Glückskette für die Solidarität der Schweizerinnen und Schweizer mit Menschen in Not und hat in dieser Zeit Beeindruckendes vorzuweisen: Fast zwei Milliarden Schweizer Franken wurden gespendet, die wir in mehr als 5’000 Projekten in der Schweiz und auf der ganzen Welt eingesetzt und so auf mehr als 259 Katastrophen reagiert haben.

Zur Feier dieses 75. Bestehens organisierten wir im Dezember 2021 einen nationalen Solidaritätstag für Kinder in Not in der Schweiz und weltweit, bei dem mehr als vier Millionen Schweizer Franken gesammelt wurden.

Nebst der Hilfe für die Betroffenen der Coronavirus-Pandemie und der Jubiläumssammlung für Kinder in Not haben wir im August 2021 fast gleichzeitig zwei Spendenaufrufe als Reaktion auf grosse humanitäre Krisen lanciert.

Über 27 Millionen Franken Spenden gesammelt

Ein Erdbeben in Haiti traf die Bevölkerung stark und verursachte grosse Schäden. Bei der Spendensammlung kamen 2’039’772 CHF an Spenden zusammen. Der Grossteil davon wurde sofort eingesetzt, um die betroffenen Menschen mit Nothilfe zu unterstützen. Die Schweizer Partnerorganisationen vor Ort sorgten schnell für sauberes Trinkwasser, verteilten Hilfsgüter und Bargeldhilfe und unterstützten bei der Reparatur von Häusern.

In Afghanistan führte die Machtübernahme durch die Taliban zu massiven Vertreibungen innerhalb eines Landes, das bereits durch Dürre, Konflikte und Pandemien geschwächt war. Wir erhielten in diesem Zusammenhang 4’631’051 Franken und finanzierten damit lebensrettende Hilfe. Angesichts des schwierigen politischen Umfelds passen sich die Partnerorganisationen vor Ort laufend an, um der afghanischen Bevölkerung wirksam zu helfen. Derzeit konzentriert sich die Hilfe auf den Zugang zu medizinischer Versorgung.

Neue Direktorin für die Glückskette

Im Jahr 2021 wurde zudem Miren Bengoa zur neuen Direktorin der Glückskette ernannt. Sie trat ihr Amt am 1. Januar dieses Jahres an. Die 44-jährige Miren Bengoa stammt aus Genf, verfügt über langjährige internationale Erfahrung und ist die erste Frau in dieser Position. Sie besitzt mehr als 20 Jahre Erfahrung in internationalen Organisationen, privaten Stiftungen und NGOs in der Schweiz und im Ausland.

Den vollständigen Jahresbericht der Glückskette einschliesslich der Jahresrechnung finden Sie auf dieser Seite zum Durchlesen und als Download.

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