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El Niño in Afrika: Die Glückskette ruft zu Spenden auf

14.06.2016

Rund 50 Millionen Personen in Afrika sind von den Auswirkungen von El Niño betroffen. Eine

Rund 50 Millionen Personen in Afrika sind von den Auswirkungen von El Niño betroffen. Eine Dürreperiode gefolgt von schweren Überschwemmungen gefährden insbesondere Kinder, schwangere Frauen und alte Menschen. Die Glückskette hat sich deshalb entschieden, eine Million Franken zur sofortigen Verwendung zu sprechen und ruft zudem zu Spenden auf.

Der Osten und Süden Afrikas sind besonders von den Auswirkungen von El Niño betroffen. Auf eine der schlimmsten von diesem Klimaphänomen hervorgerufenen Dürreperioden folgten in einigen Regionen – insbesondere in Äthiopien – schwere Überschwemmungen, die ihrerseits durch die ausgetrockneten Böden bedingt sind. Jetzt kommt hinzu, dass sich Seuchen ausbreiten. «Es ist dringend notwendig, dass wir sofort handeln. Viehzüchter haben ihr Vieh verloren. Bauern haben weder eine Ernte, noch Saatgut, noch Zugang zu Wasser. Die betroffenen Regierungen unternehmen zwar grosse Anstrengungen, aber sie sind auch auf die internationale Hilfe angewiesen», betont Irene Flückiger, Projektbeauftragte der Glückskette, die kürzlich die Region besucht hat.

Die Schweizer Partnerhilfswerke der Glückskette sind bereits in den betroffenen Ländern aktiv und können deshalb schnell und umfassend in mehreren Ländern intervenieren, die von den Auswirkungen betroffen sind. Die Glückskette hat in Äthiopien mit den vorhandenen Mitteln bereits Projekte von Vétérinaires sans Frontières und Helvetas unterstützt. Diese Interventionen konzentrieren sich auf die Wasserversorgung und Beschaffung von Saatgut und Viehfutter, was für das Überleben der Bevölkerung unerlässlich ist. Es werden aber auch Projekte gefördert, die darauf abzielen, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung in Hinblick auf zukünftige Katastrophen zu stärken.

Die Glückskette hat eine Million Franken gesprochen, um der betroffenen Bevölkerung sofort helfen zu können. Diese Mittel waren ursprünglich für Asien vorgesehen und werden jetzt für Afrika eingesetzt. Parallel dazu lanciert die Glückskette heute eine Spendenkampagne, um die zahlreichen dringend notwendigen Projekte der nächsten Monate zu finanzieren. Die Spendenaktion läuft den ganzen Sommer über. «Wir sind uns bewusst, dass die Medien der Katastrophe in Afrika momentan wenig Beachtung schenken. Es ist aber auch unsere Aufgabe, auf vergessene Krisen aufmerksam zu machen – besonders wenn die Hilfe so dringend benötigt wird», sagt Tony Burgener, Direktor der Glückskette.

Spenden können jederzeit online oder über die App «Swiss Solidarity» der Glückskette getätigt oder auf das Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Afrika») überwiesen werden.

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