Hilfe nach Erdbeben in Nepal

Über 32,5 Millionen Franken spendete die Schweizer Bevölkerung für die Opfer des schweren Erdbebens in Nepal. Wie die Spenden eingesetzt wurden – Sie erfahren es hier.

Status : beendet
Nothilfe
Wiederaufbau
Abschluss
25. April 2015
Spendenstand: CHF 32'553'853

Unfassbares Leid und grosse Zerstörung

Das Erdbeben vom 25. April 2015 und die vielen Nachbeben, die bis Mitte Mai andauerten, richteten verheerende Schäden an. Die traurige Bilanz: über 9000 Todesopfer, 22‘000 Verletzte, 600‘000 zerstörte Häuser.

Die grosse Herausforderung in den Wochen nach der Katastrophe war, die Hilfe in die abgelegenen Täler und Dörfer zu bringen. Viele Strassen waren komplett zerstört oder durch Erdrutsche blockiert.

Dank den lokalen Partnern der Schweizer Hilfswerke konnte dennoch rasch Nothilfe geleistet werden und wenige Woche später mit dem Wiederaufbau begonnen werden.

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Die Katastrophe und das Leid der Menschen in Nepal sind der Schweizer Bevölkerung sehr nahe gegangen. Das zeigte sich an der grossen Solidarität. Im Vergleich mit ähnlichen Organisationen und Geldgebern aus sieben anderen Ländern waren wir - gemessen an Spenden pro Kopf - am grosszügigsten.
Roland Thomann, Direktor Glückskette

Dafür haben wir Ihre Spenden eingesetzt

Dank den grosszügigen Spenden haben wir in den vergangenen fünf Jahren 34 Projekte finanziert. 11 Schweizer Partnerhilfswerke und acht lokale Organisationen haben die Projekte umgesetzt.

  • 22% haben wir für die Sofort- und Nothilfephase eingesetzt.
  • 71% haben wir in den Wiederaufbau von Wohnhäusern, Schulhäusern etc. investiert.
  • 7 Prozent wird für die Unterstützung und Ausbildung im Bereich Katastrophenschutz verwendet.

Die Hilfe in Zahlen

Sie haben es möglich gemacht, dass fünf Jahre nach der Katastrophe die Menschen in erdbebensicheren Häusern leben, Zugang zu Gesundheitszentren haben und Kinder zur Schule gehen können.

Ein wichtiger Teil des Wiederaufbaus war, nebst dem Bau der Häuser und Schulen, die Instandsetzung von Trinkwasserversorgungen und Bewässerungssystemen.

Soforthilfe

  • Zelte und Decken
  • Wasser und Lebensmittel
  • Medizinische Grundversorgung

Wiederaufbau

  • 3‘246 Häuser wurden nach den Erdbebenstandards instandgesetzt oder wiederaufgebaut
  • 61 Schulen wurden wiederaufgebaut
  • 57 Trinkwasserfassungen und Verteilsysteme wurden repariert oder wiederaufgebaut
  • 42 Bewässerungssysteme wurden repariert
  • 31 Wassermühlen wurden aufgebaut
  • 8 Gesundheitszentren wurden wiederaufgebaut

Wirtschaftliche Unterstützung

  • 2‘456 bedürftige Bauernfamilien erhielten finanzielle Unterstützung
  • 1780 Bauarbeiter wurden ausgebildet

2020: Evaluation

Befragung unter Betroffenen: Was bringt die Hilfe tatsächlich?

Wie erlebte die lokale Bevölkerung unsere Hilfe, wie wirkungsvoll und nachhaltig ist sie? Und erhielten tatsächlich diejenigen Familie Unterstützung, die sie am nötigsten brauchten?

Diese Fragen standen im Zentrum einer Umfrage, die wir im Februar 2020 der lokalen und unabhängigen Beratungsfirma «Scott Wilson Nepal» in Auftrag gaben. Zudem wurden lokale Behördenmitglieder befragt, wie sie die Zusammenarbeit mit den Schweizer Hilfswerken erlebt haben.

Die Umfrage wurde geographisch eingegrenzt und in zwei Gemeinden im Sindhulpalchok durchgeführt, ein von den Beben schwer getroffener Distrikt. Drei Partner von uns – Caritas, Helevtas und Solidar Suisse – arbeiteten in dieser Region in einigen Projekten zusammen.

An der Umfrage nahmen 1500 Betroffene teil, von Schülern über Hausbesitzer bis hin zu Verantwortlichen in den Dörfern.

Wir wollten von den Betroffenen wissen, wie effizient, zweckmässig und nachhaltig unsere Hilfe ist. Die Ergebnisse der Evaluation sind deutlich und zeigen, wie wichtig und nachhaltig unsere Arbeit und die unserer Partnerhilfswerke war.
Ernst Lüber, Programmverantwortlicher Glückskette

Die wichtigsten Umfrageergebnisse

Insgesamt ergab die Umfrage ein sehr positives Bild der Hilfe aus der Schweiz. Die meisten der Befragten gaben an, dass die Unterstützung die wichtigsten ihrer Bedürfnisse deckte.

  • 97% der Befragten sind zufrieden, dass ihre Häuser erdbebensicher gebaut wurden.
  • 91% der Befragten sind zufrieden mit den neugebauten Bewässerungssystemen.
  • 83% der Befragten sind überzeugt, dass die wirtschaftliche Unterstützung an die am meisten Bedürftigen ging.
  • 99% der Schüler*innen sind zufrieden mit den wiederaufgebauten Schulhäusern.

Die 24 befragten Behördenmitglieder äusserten sich durchwegs positiv über die Zusammenarbeit mit den Hilfswerken und den Miteinbezug der Behörden und Bevölkerung. Weiter gaben sie an, dass die Bevölkerung vom Know-how der Hilfswerke sehr profitierten, sei es im erdbebensicheren Bauen oder in der Instandsetzung von Wassersystemen.

Unsere Partnerhilfswerke vor Ort

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