19.09.2019

Swisscom - Partnerin der ersten Stunde

Im Jahr 1951, als wir für die Opfer der Überschwemmungen in der Po-Ebene sammelten, nahmen zum ersten Mal Freiwillige Spendenversprechen am Telefon entgegen. Swisscom stellte schon damals die Telefon-Infrastruktur zur Verfügung und ist bis heute eine unserer wichtigsten Partnerinnen. Wir blicken mit Stefan Nünlist, Leiter Unternehmenskommunikation von Swisscom, zurück und in die Zukunft.

Lieber Herr Nünlist, Swisscom ist für die Glückskette eine ihrer wichtigsten Partnerinnen. Seit wann besteht diese Partnerschaft?

Die Partnerschaft zwischen der Glückskette und Swisscom geht auf die Nachkriegszeit zurück. Swisscom war von Beginn an als Partnerin dabei und hat schon damals die Telefonie-Infrastruktur bei Sammeltagen zur Verfügung gestellt. Und das tun wir heute noch, seit 73 Jahren.

 

In welchen Bereichen unterstützt Swisscom die Glückskette genau?

An Sammeltagen stehen den Spenderinnen und Spendern Telefonzentralen in der ganzen Schweiz zur Verfügung. Erreichbar unter der Nummer 0800 87 07 07 leiten wir die Anrufe je nach Sprache und Region an die richtige Stelle. Heute brauchen die freiwilligen Helfer freilich auch einen Computer und einen Internet-Anschluss – und auch hier helfen wir. Seit einiger Zeit unterstützen wir die Glückskette zudem mit einem Sponsoringbetrag, um die Betriebskosten zu entlasten, sodass noch mehr Spendengelder direkt bei den Hilfsbedürftigen ankommen.

Das Herzstück von nationalen Sammeltagen der Glückskette sind nach wie vor die Telefonzentralen. Wird das Ihrer Einschätzung nach auch trotz der Digitalisierung in Zukunft so bleiben?

Nun, ich denke, dass sich das schon verlagern wird. Zum einen nimmt der Anteil der Spenden, die über das Internet getätigt werden, laufend zu. Zum anderen schätzen viele Menschen aber auch den Kontakt mit den Freiwilligen. Und mit ein wenig Glück nimmt auf der anderen Seite ja sogar noch eine Bundesrätin oder ein Popstar ab – das sind freilich sehr schöne Momente, die ein Webformular nicht bieten kann.

 

Eine so lange Partnerschaft zwischen einem Unternehmen und einer humanitären Stiftung ist exemplarisch, weshalb engagiert sich die Swisscom an der Seite der Glückskette für Menschen in Not auf der Welt?

Weil wir ähnliche Werte haben. Die Glückskette entstand aus der Idee, dass man einfach etwas machen muss. Die beiden Gründer (Jack Rollan und Roger Nordmann) werden damals vermutlich auch kein Konzept geschrieben haben. Sie haben das Problem erkannt und eine Lösung gesucht. Die jüngere Geschichte von Swisscom zeigt ebenfalls, dass wir anpacken, wo es nötig ist. Und es ist auch eine Frage der Haltung.

Wie meinen Sie das?

Probleme zu umgehen, sie zu ignorieren – das ist meist keine gute Idee. Wenn wir offen und zuversichtlich auf Probleme zugehen, können wir sie beeinflussen. Das ist für uns zum Beispiel in den Themen der Nachhaltigkeit so, aber auch beim Netzausbau versuchen wir, zukünftige Herausforderungen bereits jetzt anzugehen.

Neben der Unterstützung bei Sammeltagen organisiert Swisscom eine interne Spendenaktion, um Frauen in vergessenen Krisen zu unterstützen. Wie wichtig ist Swisscom das soziale Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

Spenden ist Privatsache. Wir drängen unsere Kolleginnen und Kollegen nicht, zu spenden, Aber wir wollen es ihnen so einfach wie möglich machen, wenn sie sich engagieren möchten. Bei fast allen Sammeltagen in den letzten Jahren gab es immer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Eigeninitiative Geld in ihrem sozialen Umfeld gesammelt haben und auch bei den internen Spendenaktionen kommen meist erkleckliche Summen zusammen. Seitens Unternehmen runden wir dann manchmal die Spenden unserer Mitarbeitenden noch etwas auf. Gerade, weil Spenden freiwillig ist, freue ich mich über die ehrliche Hilfsbereitschaft meiner Kolleginnen und Kollegen. Das ist eine ganz tolle Sache.

* Stefan Nünlist ist Leiter der Unternehmenskommunikation und damit verantwortlich für die Nachhaltigkeits-Strategie von Swisscom.