10.03.2017

Syrienkonflikt – Nachhaltige Lösungen sind gefragt

Seit 2011 hat der Krieg in Syrien über 11 Millionen Menschen in die Flucht getrieben, 5 Millionen davon ins Ausland. Über 13 Millionen Menschen leiden unter dem Konflikt und sind von humanitärer Hilfe abhängig. Die Nothilfe muss weitergeführt werden, gleichzeitig braucht es aber auch nachhaltigere Lösungen.

Seit 5 Jahren unterstützen wir unsere Partnerhilfswerke in ihrem Engagement für die Opfer des Syrienkonflikts. Doch wie kann den Menschen heute bestmöglich geholfen werden?

Unser Kredo lautet: Wo sinnvoll und möglich, unterstützen wir die Nothilfe weiter und suchen gleichzeitig nach nachhaltigeren Lösungen, um die Flüchtlinge zu stärken und ihnen zu mehr Autonomie zu verhelfen.

 

Nothilfe, wo nötig

Die Nothilfe führen wir vor allem in den Kriegsgebieten weiter. In Aleppo, Homs und Damaskus unterstützen wir beispielsweise Projekte unserer Partnerhilfswerke Caritas Schweiz, Medair und Terre des hommes – Kinderhilfe. Diese verteilen Mahlzeiten, verbessern die Wasser- und Gesundheitsversorgung und schützen Kinder vor Missbrauch und Übergriffen.

Auch im Irak unterstützen wir Kriegsopfer. Unsere Partnerhilfswerke Medair, Terre des hommes – Kinderhilfe und Save the Children leisten Bargeldhilfe und sichern die Wasserversorgung in Flüchtlingslagern.

 

Nachhaltige Hilfe, wo möglich

Um für die Menschen, die in die Nachbarländer Libanon, Jordanien, Türkei und Irak geflüchtet sind, innovative und nachhaltige Lösungen zu finden, haben wir eine Studie in Auftrag gegeben. Diese hat uns aufgezeigt, wie und unter welchen Bedingungen die Flüchtlinge bestmöglich unterstützt werden können, damit sie autonomer und weniger abhängig von externer Hilfe sind.

Ein Beispiel für einen nachhaltigeren Ansatz ist das Geld-gegen-Arbeit-Projekt unseres Partnerhilfswerkes HEKS im Libanon, das wir unterstützen. Im palästinensischen Flüchtlingslager können die Flüchtlinge etwas Geld verdienen, indem sie einen nützlichen Beitrag für die Gemeinschaft leisten. Unser Partnerhilfswerk Solidar Suisse bildet im Libanon junge Flüchtlinge aus, die mit den neugewonnenen Kompetenzen Wohnungen fertigstellen, in denen dann wiederum Flüchtlinge wohnen können. Für ihre Arbeit erhalten sie einen Lohn.

Diese Projekte bauen auf dem Potential der Flüchtlinge auf und stärken ihre Widerstandskraft, um mit der Krise umzugehen. Die Machbarkeit solcher Projekte hängt jedoch immer von den existierenden Rahmenbedingungen ab. Vielen Flüchtlinge ist es zum Beispiel untersagt, in den entsprechenden Ländern zu arbeiten. Wir können zum Glück gewisse Verbesserungen der Rahmenbedingungen beobachten. Diese passieren zwar langsam, eröffnen aber auch neue Perspektiven in der Hilfe.

 

Langfristiges Engagement

Für uns und unsere Partnerhilfswerke ist es klar, dass wir uns langfristig für die Opfer des Syrienkonflikts engagieren. Um die Hilfe aber in den nächsten Monaten weiterführen zu können, benötigen wir Ihre Spende.

 

Unsere Hilfe für die Syrienkrise seit 2012