Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf (fast) alle Ihre Fragen rund um die Glückskette.

Über die Glückskette

Wir sammeln in der Regel nach grossen Katastrophen im In- und Ausland und zwar sowohl bei Natur- als auch bei humanitären Katastrophen. Damit wir fürs Ausland sammeln können, muss das betroffene Land um internationale Hilfe bitten, wir müssen Partnerhilfswerke vor Ort haben, welche die Hilfe umsetzen können und das Ausmass der Katastrophe muss sehr gross sein.

Wir bewegen, wir ermöglichen und wir kontrollieren. Das heisst, dass wir nach verheerenden Katastrophen zu Spenden aufrufen, mit dem gesammelten Geld Projekte unserer Partnerhilfswerke finanzieren und dank mehrstufigen Kontrollverfahren garantieren können, dass wir mit den Spenden die bestmögliche Hilfe finanzieren.

Mehr Informationen dazu, wie wir funktionieren, finden sie hier.

Wir finanzieren unsere Betriebskosten über den Zinsertrag der Gelder, die wir nicht sofort ausgeben und in der Zwischenzeit konservativ anlegen. Reicht der Zinsertrag nicht zur Deckung der Betriebskosten, greifen wir auf die Reserven zurück. Zur Bildung von Reserven wurden vom Stiftungsrat Entnahmen von maximal 5 Prozent für alle grösseren Sammlungen zugelassen. Diese werden nur dann bezogen, wenn die Anlageergebnisse und die bestehenden Reserven zur Deckung der Betriebskosten nicht ausreichen.

Wir sind nicht Zewo-zertifiziert (Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisationen). Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Wir sind eine Stiftung und kein Hilfswerk, sind also selbst nicht operationell tätig
  • Die Zewo legt in ihrem Sammelkalender fest, wann welches Hilfswerk Spenden sammeln darf. Wir sammeln aber nach grossen Katastrophen und können uns darum nicht an einen solchen Kalender halten
  • Unsere Sammelmethoden unterscheiden sich von denen der Hilfswerke. Wir versenden keine Spendenaufrufe an alle Schweizer Haushalte, sondern rufen über unsere eigenen Kanäle und über die Medien der SRG zu Spenden auf

Die restlichen Zewo-Standards befolgen wir selbstverständlich trotzdem.

Hilfe in der Schweiz

Wenn das Geld nicht reicht, um unvorhergesehene Ausgaben zu begleichen, kann eventuell unsere Sozialhilfe weiterhelfen. Ob wir auf Ihr Gesuch für einen Notbatzen eintreten und wie Sie diese Hilfe beantragen können, erfahren Sie hier.

Hat ein Unwetter Ihr Hab und Gut zerstört? Bleiben Ihnen nach der Kostenübernahme durch die Versicherung immer noch Kosten, die Sie in ein finanzielles Bedrängnis bringen? Dann kann eventuell unsere Unwetterhilfe weiterhelfen.

Wie unsere Unwetterhilfe funktioniert und wie sie diese beantragen können, erfahren Sie hier.

Rund ums Spenden

Am einfachsten können Sie Ihre Spende online tätigen.

Sie können jedoch auch einen Einzahlungsschein bestellen oder via unsere Swiss-Solidarity-App spenden.

Eine Übersicht über alle Spendenmöglichkeiten (z.B. auch die Glückskette-Rose und Cumulus-Punkte) finden Sie hier.

Wenn sie online spenden, erhalten Sie automatisch eine Spendenbestätigung per E-Mail.

Falls Sie per Einzahlungsschein spenden, erhalten Sie ab einer Spende von 500 Franken eine Spendenbestätigung per Post zugestellt.

Falls Sie keine Spendenbestätigung erhalten haben, können Sie mit der Quittung oder dem Nachweis der Überweisung eine Spendenbestätigung bei uns anfordern. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter 058 458 12 12.

Wir sind als gemeinnützige Organisation anerkannt. Deshalb sind wir befugt, Spenden, Vermächtnisse und Schenkungen entgegenzunehmen. Geleistete Spenden können bei der direkten Bundessteuer wie auch bei den Kantons- und Gemeindesteuern abgezogen werden.

Direkte Bundessteuer

Spenden an gemeinnützige Organisationen mit Sitz in der Schweiz sind von der direkten Bundessteuer abzugsfähig (Art. 33 DBG). Die Gesamtspenden dürfen 20 Prozent der Einkünfte nicht übersteigen. Für juristische Personen ist der Spendenabzug auf 20 Prozent des Reingewinns beschränkt (Art. 59 DBG).

Direkte Kantons- und Gemeindesteuern
An gemeinnützige Organisationen mit Sitz in der Schweiz geleistete Spenden sind bis zum vom kantonalen Recht festgelegten Festbetrag abziehbar (Art. 9 StHG). Beachten Sie bitte die in Ihrem Kanton geltenden Rechtsvorschriften.

Falls Sie keine Spendenbestätigung erhalten haben, können Sie diese bei uns anfordern. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter 058 458 12 12.

Wir informieren regelmässig auf unserer Website und auf unseren Social-Media-Kanälen über die Verwendung der Spendengelder. Wir zeigen auf, welche Projekte wir mit dem Geld finanzieren und wie die Hilfe bei den betroffenen Menschen ankommt.

Wenn Sie unseren E-Newsletter abonnieren, erhalten Sie zusätzlich regelmässig Informationen per E-Mail zugestellt.

Und in unserem Jahresbericht finden Sie detaillierte Informationen über die finanzierten Projekte und unsere Finanzen.

Spenden, die nicht für eine bestimmte Sammlung getätigt werden, weisen wir der aktuellen Sammlung zu, also dort, wo das Geld gerade am dringendsten benötigt wird.

Einsatz der Spenden

Nach einer Katastrophe finanzieren wir in erster Linie Projekte unserer 25 Schweizer Partnerhilfswerke, die schon vor der Katastrophe vor Ort gearbeitet haben und deshalb Land und Leute sehr gut kennen.

Unsere Partnerhilfswerke klären in einem ersten Schritt ab, wie genau die Bedürfnisse der betroffenen Menschen aussehen und stimmen die Projekte auf diese ab.

Anschliessend stellen wir dank wiederholter Qualitätskontrollen sicher, dass das Geld auch wirklich bei den betroffenen Menschen ankommt.

Grundsätzlich gilt: Von 100 an die Glückskette gespendeten Franken geben wir 100 Franken an die Partnerhilfswerke weiter, die die Projekte umsetzen. Wir decken unsere Betriebskosten nämlich soweit wie möglich durch Erträge aus Vermögensanlagen. In Jahren mit schwieriger Finanzmarktlage können wir maximal 5 Prozent der gesammelten Gelder für Betriebskosten in Anspruch nehmen − das kommt allerdings selten vor. Die Kosten können mit Hilfe angelegter Reserven gedeckt werden, die sich aus Anlageüberschüssen und, in Ausnahmefällen, Spendengeldern zusammensetzen. Unsere Partnerhilfswerke dürfen maximal 10 Prozent der gesamten Projektsumme für Administrationskosten verwenden. Vor Ort können weitere Kosten anfallen, beispielsweise für Büros und Transport. Im Allgemeinen kommen aber rund 80 von 100 Franken direkt den Opfern von Katastrophen zugute.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Katastrophenhilfe können wir sagen, dass nach einer grossen Katastrophe die Spendengelder erfahrungsgemäss wie folgt eingesetzt werden:

  • 15 Prozent für die Nothilfe
  • 70 Prozent für den Wiederaufbau und neue Einkommensquellen
  • 15 Prozent zur Festigung der Projekterfolge und Übergabe der Projekte an die lokale Bevölkerung

Es kann mehrere Jahre dauern, bis alle Spendengelder vollständig eingesetzt sind.

Unsere Partnerhilfswerke reichen uns im Anschluss an die Spendensammlung ihre Projekte ein. Wir prüfen sehr sorgfältig, welche Projekte wir mit Ihren Spenden finanzieren, damit sie den Menschen in Not bestmöglich helfen.

In einem ersten Schritt prüft unsere Projektabteilung, ob die Projekte unseren Richtlinien entsprechen. In einem zweiten Schritt prüft die Projektkommission für internationale Hilfe die Projekte noch einmal auf Herz und Nieren und entscheidet, ob wir das Projekt finanzieren. In der Kommission sitzen Expertinnen und Experten aus allen Bereichen (Medizin, Kinderschutz, Bau, Wasser und Hygiene, Wirtschaft). Das Entscheidungsgremium innerhalb der Kommission fällt dann aufgrund der Empfehlung der Kommission den definitiven Entscheid über die Finanzierung.

Wenn wir das Projekt finanzieren, übernehmen wir maximal 80 Prozent der gesamten Projektkosten und die Hilfswerke dürfen höchstens 10 Prozent Administrationskosten geltend machen.

Wir helfen sowohl im Ausland als auch in der Schweiz.

Informationen zu unserer Hilfe in der Schweiz finden Sie hier.

Menschen, die durch Unwetter zu Schaden kamen oder sich in einer prekären finanziellen Lage befinden können sich hier informieren, ob und wie sie Hilfe bei uns beantragen können.

Unsere Partnerhilfswerke

Sie als Spender oder Spenderin vertrauen uns Ihre Spende an. Wir stehen darum in Ihrer Pflicht, Ihre Spende möglichst wirksam und sinnvoll für die betroffenen Menschen einzusetzen.

Deshalb arbeiten wir mit 25 Schweizer Partnerhilfswerken zusammen, die unseren sehr hohen Qualitätskriterien entsprechen.

Somit können wir garantieren, dass mit Ihrer Spende sorgsam und in Ihrem Sinne umgegangen wird und die Hilfe zu den richtigen Menschen kommt.

Um ein Partnerhilfswerk der Glückskette zu werden, muss ein Hilfswerk unter anderem:

  • ein Schweizer Hilfswerk sein, welches eine gemeinnützige Tätigkeit ausführt und seit mindestens drei Jahren Projekte in der humanitären Hilfe oder der Kinderhilfe umsetzt
  • ein Schweizer Hilfswerk sein, das die zu finanzierenden operationellen Tätigkeiten aus der Schweiz steuert
  • über ein Qualitätsmanagement verfügen und Transparenz und Rechenschaft sicherstellen
  • Die Zewo-Standards erfüllen, insbesondere die Jahresrechnung nach den geltenden buchhalterischen Standards veröffentlichen

Falls Ihre Orgnisation die Akkreditierungskrieterien erfüllt, können Sie uns Ihren Antrag per E-Mail zusenden.