Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf (fast) alle Ihre Fragen rund um die Glückskette.

Über die Glückskette

Wir sammeln Spendengelder in der Regel nach grossen humanitären Katastrophen im In- und Ausland und zwar sowohl bei Naturkatastrophen als auch bei Kriegen. Drei Bedingungen müssen allesamt erfüllt sein, damit wir fürs Ausland sammeln können: Das betroffene Land muss um internationale Hilfe bitten, wir müssen Partnerhilfswerke vor Ort haben, welche die Hilfe umsetzen können und das Ausmass der Katastrophe muss sehr gross sein.

Wir bewegen, wir ermöglichen und wir kontrollieren . Das heisst, dass wir nach verheerenden Katastrophen zu Spenden aufrufen, mit dem gesammelten Geld Projekte unserer Partnerhilfswerke finanzieren und dank mehrstufiger Kontrollverfahren garantieren können, dass wir mit den Spenden die bestmögliche Hilfe finanzieren.

Mehr Informationen dazu, wie wir funktionieren, finden Sie hier.

Wir finanzieren unsere Betriebskosten über den Zinsertrag der Gelder, die wir nicht sofort ausgeben und in der Zwischenzeit konservativ anlegen. Reicht der Zinsertrag nicht zur Deckung der Betriebskosten, greifen wir auf die Reserven zurück. Zur Bildung von Reserven wurden vom Stiftungsrat Entnahmen von maximal 5 Prozent für alle grösseren Sammlungen zugelassen. Diese werden nur dann bezogen, wenn die Anlageergebnisse und die bestehenden Reserven zur Deckung der Betriebskosten nicht ausreichen.

Wir sind nicht Zewo-zertifiziert (Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisationen). Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Wir sind eine Stiftung und kein Hilfswerk, sind also selbst nicht operationell tätig.
  • Die Zewo legt in ihrem Sammelkalender fest, wann welches Hilfswerk Spenden sammeln darf. Wir sammeln aber nach grossen Katastrophen und können uns darum nicht an einen solchen Kalender halten.
  • Unsere Sammelmethoden unterscheiden sich von denen der Hilfswerke. Wir versenden keine Spendenaufrufe an alle Schweizer Haushalte, sondern rufen über unsere eigenen Kanäle und über die Medien der SRG zu Spenden auf.

Die restlichen Zewo-Standards befolgen wir selbstverständlich trotzdem.

Hilfe in der Schweiz

Hat ein Unwetter Ihr Hab und Gut zerstört? Bleiben Ihnen nach der Kostenübernahme durch die Versicherung immer noch Kosten, die Sie in finanzielle Bedrängnis bringen? Dann kann eventuell unsere Unwetterhilfe weiterhelfen.

Wie unsere Unwetterhilfe funktioniert und wie Sie diese beantragen können, erfahren Sie hier.

 

Im Bereich der Sozialhilfe engagieren wir uns insbesondere für Kinder, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, Jugendliche mit sozialen und beruflichen Integrationsschwierigkeiten, Obdachlose und Menschen ohne festen Wohnsitz.

Dies sind drei permanente Fonds, die regelmässig durch Sammlungen und Spenden gespiesen werden. Anträge auf Unterstützung können nur während der Phase eines Aufrufs eingereicht werden. Aufrufe zur Einreichung von Projekten finden pro Fonds maximal einmal jährlich statt.  Informationen dazu finden Sie hier.

Wir verteilen das Geld so effizient wie möglich weiter, aber immer mit einem hohen Qualitätsanspruch an die Hilfsprojekte. Wir überprüfen genau, wie die Gelder verwendet werden und welche Wirkung sie erzielen. Für diese Qualitätsabsicherung und Nachverfolgung benötigen wir maximal 5% des Spendenbetrags. Meistens jedoch bedeutend weniger. 

Die Hilfswerke selbst können in der Schweiz maximal 7% Administrationskosten auf die gesamten Projektkosten geltend machen.

Rund ums Spenden

Am einfachsten können Sie Ihre Spende online tätigen.

Sie können jedoch auch einen Einzahlungsschein bestellen.

Eine Übersicht über alle Spendenmöglichkeiten (z.B. auch die Glückskette-Rose und Kundenbindungsprogramme wie zB. Bonuspunkte oder Cumulus-Punkte) finden Sie hier.

Wenn Sie online spenden, erhalten Sie automatisch eine Spendenbestätigung per E-Mail.

Falls Sie per Einzahlungsschein spenden, erhalten Sie ab einer Spende von 100 Franken eine Spendenbestätigung per Post oder per Mail zugestellt.

Falls Sie keine Spendenbestätigung erhalten haben, können Sie mit der Quittung oder dem Nachweis der Überweisung eine Spendenbestätigung bei uns anfordern. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter 058 458 12 12.

Sicherheit und Schutz Ihrer Daten sind bei der Glückskette gewährleistet. Die Verarbeitung von Spenderdaten erfolgt intern und vertraulich. Die Glückskette gibt keine Daten weiter und handelt nicht mit Adressen.

Wir sind als gemeinnützige Organisation anerkannt. Deshalb sind wir befugt, Spenden, Vermächtnisse und Schenkungen entgegenzunehmen. Geleistete Spenden können bei der direkten Bundessteuer wie auch bei den Kantons- und Gemeindesteuern abgezogen werden.

Direkte Bundessteuer

Spenden an gemeinnützige Organisationen mit Sitz in der Schweiz sind von der direkten Bundessteuer abzugsfähig (Art. 33 DBG). Die Gesamtspenden dürfen 20 Prozent der Einkünfte nicht übersteigen. Für juristische Personen ist der Spendenabzug auf 20 Prozent des Reingewinns beschränkt (Art. 59 DBG).

Direkte Kantons- und Gemeindesteuern
An gemeinnützige Organisationen mit Sitz in der Schweiz geleistete Spenden sind bis zum vom kantonalen Recht festgelegten Festbetrag abziehbar (Art. 9 StHG). Beachten Sie bitte die in Ihrem Kanton geltenden Rechtsvorschriften.

Falls Sie keine Spendenbestätigung erhalten haben, können Sie diese bei uns anfordern. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an unter 058 458 12 12.

Wir informieren regelmässig auf unserer Website und auf unseren Social-Media-Kanälen über die Verwendung der Spendengelder. Wir zeigen auf, welche Projekte wir mit dem Geld finanzieren und wie die Hilfe bei den betroffenen Menschen ankommt.

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren, erhalten Sie zusätzlich regelmässig Informationen per E-Mail zugestellt.

Und in unserem Jahresbericht finden Sie detaillierte Informationen über die finanzierten Projekte und unsere Finanzen.

Spenden, die nicht für eine bestimmte Sammlung getätigt werden, weisen wir der aktuellen Spendensammlung zu, also dort, wo das Geld gerade am dringendsten benötigt wird.

Einsatz der Spenden

Nach einer Katastrophe finanzieren wir in erster Linie Projekte unserer 24 Schweizer Partnerhilfswerke, die schon vor der Katastrophe vor Ort gearbeitet haben und deshalb Land und Leute sehr gut kennen.

Unsere Partnerhilfswerke klären in einem ersten Schritt ab, wie genau die Bedürfnisse der betroffenen Menschen aussehen und stimmen die Projekte auf diese ab.

Anschliessend stellen wir dank wiederholter Qualitätskontrollen sicher, dass das Geld auch wirklich bei den betroffenen Menschen ankommt.

Grundsätzlich gilt: Von 100 an die Glückskette gespendeten Franken geben wir 100 Franken an die Partnerhilfswerke weiter, die die Projekte umsetzen. Wir decken unsere Betriebskosten nämlich soweit wie möglich durch Erträge aus Vermögensanlagen. In Jahren mit schwieriger Finanzmarktlage können wir maximal 5 Prozent der gesammelten Gelder für Betriebskosten in Anspruch nehmen − das kommt allerdings selten vor. Die Kosten können mit Hilfe angelegter Reserven gedeckt werden, die sich aus Anlageüberschüssen und, in Ausnahmefällen, Spendengeldern zusammensetzen. Unsere Partnerhilfswerke dürfen maximal 10 Prozent der gesamten Projektsumme für Administrationskosten verwenden. Vor Ort können weitere Kosten anfallen, beispielsweise für Büros und Transport. Im Allgemeinen kommen aber rund 80 von 100 Franken direkt den Opfern von Katastrophen zugute.

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Katastrophenhilfe können wir sagen, dass nach einer grossen Katastrophe die Spendengelder erfahrungsgemäss wie folgt eingesetzt werden:

  • 15 Prozent für die Nothilfe
  • 70 Prozent für den Wiederaufbau und neue Einkommensquellen
  • 15 Prozent zur Festigung der Projekterfolge und Übergabe der Projekte an die lokale Bevölkerung

Es kann mehrere Jahre dauern, bis alle Spendengelder vollständig eingesetzt sind.

Unsere Partnerhilfswerke reichen uns im Anschluss an die Spendensammlung ihre Projekte ein. Wir prüfen sehr sorgfältig, welche Projekte wir mit Ihren Spenden finanzieren, damit sie den Menschen in Not bestmöglich helfen.

In einem ersten Schritt prüft unsere Programmabteilung, ob die Projekte unseren Richtlinien entsprechen. In einem zweiten Schritt prüft die Projektkommission für internationale Hilfe die Projekte noch einmal auf Herz und Nieren und entscheidet, ob wir das Projekt finanzieren. In der Kommission sitzen Expertinnen und Experten aus allen Bereichen (Medizin, Kinderschutz, Bau, Wasser und Hygiene, Wirtschaft). Das Entscheidungsgremium innerhalb der Kommission fällt dann aufgrund der Empfehlung der Kommission den definitiven Entscheid über die Finanzierung.

Wenn wir das Projekt finanziell unterstützen, übernehmen wir maximal 80 Prozent der gesamten Projektkosten und die Hilfswerke dürfen höchstens 10 Prozent Administrationskosten geltend machen.

Wir helfen sowohl im Ausland als auch in der Schweiz.

Informationen zu unserer Unwetterhilfe in der Schweiz finden Sie hier.

Private Sozialinstitutionen, die Jugendliche in Not unterstützen möchten, können sich hier informieren, ob und wie sie finanzielle Unterstützung bei uns beantragen können.

Ausserdem unterstützen wir auch die Hilfe für obdachlose und ausgegrenzte Menschen in der Schweiz. Informationen darüber finden sie hier.

Unsere Partnerhilfswerke

Sie als Spender oder Spenderin vertrauen uns Ihre Spende an. Wir stehen darum in Ihrer Pflicht, Ihre Spende möglichst wirksam und sinnvoll für die betroffenen Menschen einzusetzen.

Deshalb arbeiten wir mit 24 Schweizer Partnerhilfswerken zusammen, die unseren sehr hohen Qualitätskriterien entsprechen.

Somit können wir garantieren, dass mit Ihrer Spende sorgsam und in Ihrem Sinne umgegangen wird und die Hilfe zu den richtigen Menschen kommt.

Um ein Partnerhilfswerk der Glückskette zu werden, muss ein Hilfswerk unter anderem:

  • ein Schweizer Hilfswerk sein, welches eine gemeinnützige Tätigkeit ausführt und seit mindestens drei Jahren Projekte in der humanitären Hilfe oder der Kinderhilfe umsetzt
  • ein Schweizer Hilfswerk sein, das die zu finanzierenden operationellen Tätigkeiten aus der Schweiz steuert
  • über ein Qualitätsmanagement verfügen und Transparenz und Rechenschaft sicherstellen
  • Die Zewo-Standards erfüllen, insbesondere die Jahresrechnung nach den geltenden buchhalterischen Standards veröffentlichen

Wenn Sie und Ihre Organisation ebenfalls operationeller Partner der Glückskette werden wollen und für uns im Ausland Projekte umsetzen wollen, finden Sie hier Informationen über die Akkreditierungskriterien und das zweistufige Bewerbungsverfahren für operationelle Partner im Ausland (humanitäre und Kinderhilfe).

Haben Sie noch weitere Fragen? Dann schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns während der Bürozeiten von 9-12 Uhr und 14-17 Uhr an unter 058 458 12 12.