Wie finanzieren wir uns?

Wenn wir nach einer Katastrophe zu Spenden aufrufen, erhalten wir oft mehrstellige Millionenbeträge. Hier erklären wir Ihnen, wie wir das Geld anlegen und an unsere Partnerhilfswerke auszahlen.

Häppchenweise auszahlen

Weil wir einerseits einen grossen Teil des Geldes in längerfristige Projekte wie den Wiederaufbau investieren und gleichzeitig über ein ausgeklügeltes Kontrollsystem verfügen, bezahlen wir die Gelder schrittweise aus.

Für jedes akzeptierte Projekt bezahlen wir einen Teil der Projektkosten am Anfang, einen Teil nach erfolgreichem Vorweisen von Zwischenresultaten und den Rest am Ende des Projektes, wenn wir den Schlussbericht erhalten haben.

Zudem benötigt zum Beispiel der Wiederaufbau nach einem Erdbeben mehrere Jahre. Die Spenden werden daher sukzessive über einige Jahre ausbezahlt.

Das Geld soll arbeiten

Da wir also zum Beispiel die 66 Millionen Franken Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti über mehrere Jahre ausgeben, ist es sinnvoll, dass das noch nicht ausgegebene Geld in der Zwischenzeit arbeitet. Deshalb legen wir es sehr konservativ an.

Vorsicht, Diversifizierung und Kapitalerhaltung sind die wichtigsten Werte unserer Anlagestrategie. Unsere Finanz- und Anlagekommission wacht darüber, dass diese richtig umgesetzt wird, und kontrolliert laufend die Resultate.

Mit dem erwirtschafteten Gewinn konnten wir, seitdem wir 1983 eine Stiftung wurden, normalerweise unsere Betriebskosten decken.

Vorsicht statt Nachsicht

Die Zeiten sind in finanzieller Hinsicht sehr viel unsicherer und volatiler geworden. Wir können nicht mehr darauf vertrauen, genug Zinsen zur Deckung unserer Betriebskosten zu erwirtschaften.

Sollten wir die Betriebskosten einmal nicht decken können, können wir jedoch auf unsere Reserven zurückgreifen oder maximal 5 Prozent von den Spenden der grössten Sammelaktionen abbuchen.

Der Reservefonds setzt sich aus Gewinnüberschüssen und Resten von Spendenfonds zusammen.

Unsere Finanzstrategie