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26.04.2022

Zwei Monate nach Kriegsbeginn: Was haben wir bisher erreicht?

Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar haben wir dank der bemerkenswerten Solidarität der Schweizer Bevölkerung über 115 Millionen Franken gesammelt. Bisher konnten wir bereits 14 Projekte unserer Schweizer Partnerorganisationen finanzieren und helfen mehr als einer halben Million Menschen, die vom Krieg in der Ukraine selbst, in Polen, Rumänien oder Moldawien betroffen sind.

Schon wenige Tage nach Bekanntwerden des Krieges in der Ukraine riefen wir zu Spenden auf und bereiteten in den darauffolgenden Tagen in Zusammenarbeit mit der SRG und privaten Medien einen nationalen Solidaritätstag vor. Dank der grossen Hilfsbereitschaft der Schweizer Bevölkerung konnten wir gesammelte Spenden rasch für Nothilfe in der Ukraine selbst und in den angrenzenden Ländern einsetzen.

«Unsere Teams haben grosse Anstrengungen unternommen, um die Nothilfe zu beschleunigen und auszuweiten. Während dieser Ausnahmesituation müssen wir unsere Aktivitäten laufend adaptieren.»
Miren Bengoa, Direktorin

Es ist uns ein grosses Anliegen, regelmässig darüber zu informieren, wie wir dieses Geld einsetzen und welche Wirkung wir damit erzielen. Ob in der Ukraine selbst oder in den Nachbarländern Polen, Moldawien oder Rumänien: in den vergangenen Wochen hat sich die Hilfe unserer Schweizer Partnerorganisationen vor Ort auf die ungemein wichtige Nothilfe konzentriert. Denn die meisten der geflohenen Menschen – vor allem Frauen und Kinder – mussten oft stundenlang in der Kälte ausharren und sind häufig völlig erschöpft. Mit dieser Soforthilfe haben wir schon mehr als einer halben Million Menschen in Not geholfen und konnten bis heute 14 Projekte finanzieren, weitere Projektgesuche treffen laufend ein.

Unsere Hilfe in der Ukraine

Millionen Menschen sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht nach Schutz und Zuflucht. Sie begeben sich an sichere Orte, die von den Kämpfen verschont geblieben sind. Dadurch werden sie besonders verletzlich und sind auf Unterstützung angewiesen. Wir helfen mit Nahrung, Wasser, medizinischer Versorgung, Schutz sowie Informationen und Beratung über ihre Situation und Unterstützung. Wir finanzieren derzeit im Westen und in der Zentralukraine sieben Hilfsprojekte von Schweizer Partnerorganisationen wie dem Schweizerischen Roten Kreuz, Helvetas und Medair, die diese humanitären Bedürfnisse abdecken. Ein von der Fondation Hirondelle finanziertes Projekt wiederum bietet ukrainischen Journalistinnen und Journalisten und ihren Medien Unterstützung durch redaktionelle Unterstützung, denn der Zugang zu lebensnotwendigen Informationen ist für die ukrainische Bevölkerung ungemein wichtig.

Unsere Hilfe in den Nachbarländern

Vor allem Frauen und Kinder überquerten die Grenzen der Ukraine auf der Suche nach Zuflucht in den Nachbarländern. Sie mussten stundenlang auf den Grenzübertritt warten und sind körperlich und seelisch erschöpft. Die von uns finanzierten Projekte helfen diesen Menschen, damit sie warme Mahlzeiten, medizinische Versorgung, Geld, psychologische Unterstützung, Informationen und Beratung zu ihrer Situation erhalten. Insgesamt wurden sieben Projekte von Partnerorganisationen wie HEKS, der Stiftung Terre des hommes, Solidar Suisse in Rumänien, Caritas Schweiz und Medair in Polen sowie dem Schweizerischen Roten Kreuz in Moldawien finanziert.

 

Unsere Hilfe in der Schweiz

Wir haben den Bedarf für die Unterstützung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine abgeklärt, um Lücken in der Hilfe zu ermitteln. In Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen Caritas Schweiz und dem Schweizerischen Roten Kreuz, aber auch anderen Organisationen, werden wir vor allem im Bereich der Rechtsberatung und der Unterstützung von Kindern helfen. Wichtig für uns ist, dass unsere Hilfe die staatliche Hilfe ergänzt und dass Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern gleich behandelt werden.

Langfristige humanitäre Hilfe

Unsere Hilfe hat sich an ein schwieriges und sich stetig veränderndes Umfeld angepasst und wird dies auch weiterhin tun. Der Krieg in der Ukraine dauert an, und die Folgen des Konflikts sowie die humanitären Bedürfnisse bleiben langfristig bestehen. Wir leisten derzeit Nothilfe, doch um die Hilfe so professionell, relevant und effektiv wie möglich zu gestalten, werden wird die vom Krieg betroffene ukrainische Bevölkerung auch in den kommenden Jahren mit Spendengeldern unterstützen. Die gesammelten Gelder werden schrittweise und verantwortungsvoll eingesetzt, um auf die sich ändernden Bedürfnisse und den Konflikt zu reagieren.