Bilder die zeigen, dass Menschen in der Schweiz für Lebensmittelausgaben anstehen, beschäftigen die Bevölkerung. Denn nebst den gesundheitlichen Folgen, werden knapp zwei Monate nach dem Lockdown in der Schweiz auch die finanziellen Konsequenzen der Krise immer mehr sichtbar. Die Glückskette unterstützt deshalb finanziell schweizweit die Hilfe von 81 Organisationen in der Soforthilfe, Überbrückungshilfe, Lebensmittelhilfe und Nothilfe und baut diese Hilfe laufend aus. Laut den Organisationen ist diese Unterstützung für die Hilfeempfänger essentiell. Die Glückskette hat im Rahmen der Spendensammlung «Coronavirus» seit dem 23. März bisher 37,2 Millionen Franken für die Hilfe in der Schweiz gesammelt.
Nach etwas mehr als einem Monat konnten die von der Glückskette finanziell unterstützten Organisationen vielen Menschen in Not in der Schweiz substantiell helfen.
Lori B. beschreibt ihre Situation: «Bisher kamen wir mit dem Lohn meines Mannes knapp über die Runden. Nun ist er von Kurzarbeit betroffen. Wir sind sehr froh über den Zustupf der Heilsarmee Schweiz in Form von Lebensmitteln, um die Familie durchzubringen. So wird die Situation zu Hause, die durch das andauernde Zusammensein sowieso anspruchsvoll ist, nicht noch zusätzlich belastet.»
Die Unterstützung konzentriert sich auf Menschen, die auf nicht-staatliche Dienstleistungen angewiesen sind. Die unterstützten Hilfsprojekte müssen die Leistungen der öffentlichen Hand und der Versicherungen ergänzen und den Menschen in einer Notsituation helfen.
81 Organisationen leisten Hilfe
Die Glückskette unterstützt bisher mit 9,8 Millionen Franken Hilfsprojekte für die Menschen in der Schweiz, die von der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Massnahmen und deren Folgen besonders betroffen sind. Die Hilfe läuft einerseits über zwei bewährte Partner der Glückskette: Caritas Schweiz mit ihren Regionalorganisationen und das Schweizerische Rote Kreuz mit seinen kantonalen Verbänden. Andererseits konnten dank Glückskettespenden acht nationale Organisationen ihre Unterstützung für Menschen in Not ausbauen: es sind dies die Heilsarmee, Les Centres sociaux protestants CSP, Pro Infirmis, Pro Juventute, kantonale und interkantonale Pro Senectute-Organisationen, das Schweizerische Arbeiterhilfswerk SAH, die Winterhilfe und die Dachorganisation der Frauenhäuser der Schweiz DAO. Darüber hinaus erhalten weitere 71 regionale und lokale Organisationen finanzielle Unterstützung für die Verteilung von Lebensmittelhilfe und Nothilfe. Im Moment evaluieren die Programmverantwortlichen der Glückskette und die externen Experten 17 weitere Finanzierungsanträge von über fünf Millionen Franken.
Breit aufgestellte Hilfe
Die Coronavirus-Krise hat die Not von Menschen in schwierigen oder prekären Lebensumständen noch verschlimmert. Die Hilfe ist dementsprechend vielfältig aufgestellt und beinhaltet zum Beispiel Dienstleistungen wie Haushaltshilfen für ältere Menschen oder für Menschen mit einer Behinderung, Heimlieferungen, Transport oder Pflege, sowie auch finanzielle Unterstützung oder Lebensmittelhilfe. Ausserdem will die Stiftung auch Hilfe für Menschen finanzieren, die durch ihre teils informelle Beschäftigung oder ihren informellen Status keinen Zugang zu Sozialversicherung oder öffentlicher Hilfe haben und unter prekären Umständen leben. Diese Menschen konnten sich vor der Krise noch einigermassen selbst versorgen, sind aber in der gegenwärtigen Situation völlig mittellos. Ohne Hilfe riskieren sie und ihre Kinder ihre Wohnung zu verlieren und können sich aufgrund des mangelnden Geldes nicht mehr ernähren. Alle diese unterstützten Projekte müssen die Leistungen der öffentlichen Hand und der Versicherungen ergänzen.
Qualitätssicherung und Wirkungsüberprüfung
Die Glückskette arbeitet nicht nur mit den bewährten Partnern Caritas Schweiz und Schweizerisches Rotes Kreuz zusammen, sondern mit insgesamt 81 Organisationen, was sowohl in der Projektauswahl als auch in der Projektbegleitung administrativ eine grosse Herausforderung darstellt. Während der Projektzeit stehen die Mitarbeitenden der Glückskette in regelmässigem Kontakt mit den Organisationen (u.a. für einen monatlichen Bericht). Diese sind verpflichtet, rechtzeitig über allfällige Veränderungen und Entwicklungen zu informieren. Nach Abschluss des Projekts (für Lebensmittelhilfe dauert unsere Unterstützung in der Regel drei Monate) müssen die Organisationen einen Schlussbericht und eine Abrechnung vorlegen, welche von der Programmabteilung der Glückskette geprüft werden. Bei Bedarf kann die Glückskette noch weitere Abklärungen vornehmen.
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