06.11.2019

So hilft Ihre Spende den Opfern des Krieges im Jemen

Seit vier Jahren herrscht im Jemen ein verheerender Krieg, der zur derzeit schlimmsten humanitären Katastrophe der Welt geführt hat. Wir zeigen Ihnen, wie die über 5,8 Millionen Franken, die Sie dieses Jahr gespendet haben, den Opfern dieser vergessenen Krise eine lebenswichtige Unterstützung bieten.

Jemen, die schlimmste Krise der Welt

Der Krieg im Jemen hat zur derzeit schlimmsten humanitären Krisen der Welt geführt. In den letzten vier Jahren hat sich die Situation immer weiter verschlechtert. Mehr als 24 Millionen Menschen, also rund 80 Prozent der Bevölkerung, sind zum Überleben auf Hilfe angewiesen. Die Felder und die Infrastruktur wurden durch Minen und Kämpfe zerstört. Eine Cholera-Epidemie wütet im Land. Für unzählige Menschen gehört die Flucht zum Alltag und sie müssen ohne Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medikamente und medizinische Versorgung auskommen. Diese Katastrophe findet weitab der Weltöffentlichkeit statt und trotzdem haben Sie uns über 5,8 Millionen Franken gespendet, um den Menschen im Jemen zu helfen. Ihre Grosszügigkeit ermöglicht es, die Menschen mit lebenswichtiger Hilfe zu versorgen. Wir zeigen Ihnen hier, wie unsere Partnerhilfswerke Ihre Spenden einsetzen.

Bereitstellung medizinischer Notfallversorgung

Unsere Partnerhilfswerke im Jemen bieten den Menschen medizinische Notfallversorgung. Weniger als 40 Prozent der Gesundheitszentren sind noch in Betrieb, während die Zivilbevölkerung weiterhin unter den Kriegshandlungen leidet. Ihre Spenden haben dazu beigetragen, Notfallstationen und Intensivpflege zu finanzieren. Die medizinischen Teams unserer Partnerhilfswerke bieten auch pädiatrische Konsultationen für Familien und psychiatrische Unterstützung für traumatisierte Menschen. Aufgrund des Personalmangels in den Spitälern werden zudem Weiterbildungen durchgeführt, um den Wissenstransfer sicherzustellen und die Qualität der Gesundheitsversorgung unter diesen schwierigen Umständen aufrechtzuerhalten.

Kampf gegen die Mangelernährung

Der Krieg hat dazu geführt, dass sich die Ernährungssicherheit im Jemen stark verschlechtert hat. Die Konsequenzen sind dramatisch: Mehr als 3,2 Millionen Menschen leiden an akuter Mangelernährung, darunter zahlreiche schwangere Frauen und Kinder. Ohne medizinische Betreuung befinden sich diese Personen in Lebensgefahr (30’000 Kinder sterben im Jemen jedes Jahr an Hunger) oder können bleibende Schäden davontragen. Darum behandeln unsere Partnerhilfswerke die am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen gegen Mangelernährung. Gleichzeitig verteilen sie Essensrationen, beispielsweise Reis, Linsen, Bohnen und Öl, an Personen, die Schwierigkeiten haben, sich selbst zu versorgen, wie Kinder, ältere Menschen und Menschen mit einer Behinderung.

Behandlung und Vorbeugung von Cholera

Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, wütet die Cholera im Jemen und tötet
Tausende von Menschen. Die durch den Nährstoffmangel beeinträchtigte Immunabwehr der Menschen, die fehlenden Impfungen und das Zusammenbrechen des Gesundheitssystems begünstigen die Ausbreitung der Cholera. Auch wenn die Projekte unserer Partnerhilfswerke gegen die Mangelernährung einen ersten Schutz gegen die Krankheit bieten, muss gegen die Cholera ganz gezielt vorgegangen werden. Die Cholera-Kranken werden auf einer speziellen Krankenstation in einem Spital und in einem Behandlungszentrum behandelt. Ausserdem führen die medizinischen Teams unserer Partnerhilfswerke vor Ort Früherkennungs- und Präventionsmassnahmen durch, um der Bevölkerung zu helfen, gegen die Epidemie zu kämpfen.

Verbesserung der Lebensbedingungen

Ein Ende der Krise und des Notstands im Jemen ist nicht in Sicht. Unter diesen Umständen ist es wichtig, die Lebensbedingungen der Opfer des Konflikts zu verbessern. Wie können wir ihnen helfen, ihren Alltag fortzuführen, insbesondere wenn sie von zu Hause flüchten mussten oder in zerstörten Gebieten leben? Unsere Partnerhilfswerke leisten nicht nur Nothilfe für die Vertriebenen, indem sie Grundgüter wie Hygienekits, Decken oder Solarlampen verteilen, sondern sie verteilen auch Schulmaterial für die Kinder und Saatgut, um der Bevölkerung zu helfen, die landwirtschaftliche Produktion aufrechtzuerhalten und ihren Lebensunterhalt zu sichern.