Am 8. März stimmen die Schweizer Stimmberechtigten darüber ab, ob die Radio- und Fernsehabgabe für Privathaushalte auf 200 Franken begrenzt und Unternehmen von der Abgabe befreit werden sollen. Dies würde den finanziellen Spielraum der SRG deutlich einschränken.
Die Glückskette beurteilt die Initiative aus einer humanitären und gesellschaftlichen Perspektive. Als unabhängige Stiftung mit dem Auftrag, Solidarität in Krisen- und Katastrophensituationen zu ermöglichen und in konkrete Hilfe umzuwandeln, ist sie auf funktionierende Wege zur nationalen Information und Mobilisierung angewiesen.
Ein zentraler Pfeiler dieser Mobilisierung ist die seit 80 Jahren bestehende Partnerschaft mit der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG. Deren Reichweite, Glaubwürdigkeit und regionale Verankerung ermöglichen es, die Bevölkerung in allen Sprachregionen gleichzeitig zu informieren, zu sensibilisieren und zu solidarischem Handeln zu bewegen. Nationale Solidaritätsaufrufe, die viersprachige Mobilisierung mit Telefonzentralen in Zürich, Genf, Chur und Lugano sowie die kontinuierliche Berichterstattung über die SRG-Kanäle sind entscheidende Elemente dieses Modells.
Diese Zusammenarbeit hat wesentlich zum Erfolg grosser nationaler Sammlungen beigetragen, etwa nach dem Tsunami in Südostasien (2004, 227 Millionen Franken), dem Krieg in der Ukraine (2022, 140 Millionen Franken) oder nach dem Bergsturz in Blatten (2025, 23 Millionen Franken).
Eine geschwächte SRG würde die Reichweite und Wirkung solcher Solidaritätsaufrufe erheblich reduzieren. Weniger Information und Mobilisierung bedeuten letztlich auch weniger Hilfe für Menschen in Not – in der Schweiz und international.
Ohne eine starke SRG könnten etablierte nationale Solidaritätsaktionen wie «Gib es Härz» / «Cœur à cœur» nicht mehr durchgeführt werden. Damit ginge nicht nur finanzielle Unterstützung für zahlreiche Hilfsprojekte verloren, sondern auch ein wichtiges Zeichen für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Darüber hinaus erfüllt die SRG eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, indem sie verlässliche, unabhängige und landesweit zugängliche Information bereitstellt. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die direkte Demokratie, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in gemeinsame Institutionen, gerade in Krisenzeiten.
Aus diesen Gründen empfiehlt die Glückskette bei der Abstimmung vom 8. März ein Nein zur SRG-Initiative.
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