Dank der grossen Solidarität der Schweizer Bevölkerung konnte die Glückskette über 32 Millionen Franken für die Hilfe nach den Erdbeben in der Türkei und in Syrien sammeln. Mit diesen Mitteln wurden seit Februar 2023 insgesamt 45 humanitäre Projekte über die Schweizer Partnerorganisationen der Glückskette umgesetzt. Rund drei Viertel der Unterstützung entfielen auf Syrien, insbesondere auf Nordwest-Syrien, wo die Erdbeben eine bereits seit Jahren bestehende humanitäre Krise zusätzlich verschärften. In der Türkei konzentrierte sich die Hilfe auf die am stärksten betroffenen Provinzen. Die Projekte deckten alle zentralen humanitären Sektoren ab, darunter Gesundheitsversorgung, Trinkwasser und Hygiene, Unterkünfte, Bildung, psychosoziale Unterstützung sowie die Sicherung von Lebensgrundlagen. Die letzten Projekte werden im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein.
Sofort- und längerfristige Hilfe
In den ersten Tagen und Wochen nach den Erdbeben stand die akute Nothilfe im Vordergrund. Dazu gehörten Such- und Rettungseinsätze in der Türkei, die Verteilung von Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Hygienekits, Zelten und Decken sowie erste Bargeldzuschüsse, um betroffenen Familien rasch eine Möglichkeit zu geben, ihre dringendsten Bedürfnisse zu decken. Besonders in Syrien war der Bedarf von Beginn an enorm, da viele Menschen bereits vor der Katastrophe in prekären Verhältnissen lebten.
In einer zweiten Phase verlagerte sich der Fokus auf Stabilisierungsmassnahmen: Wasser- und Sanitärinfrastruktur wurde repariert, Gesundheitsdienstleistungen angeboten und psychosoziale Angebote ausgebaut, um Menschen bei der Bewältigung des Erlebten zu helfen. Des weiteren finanzierte die Glückskette Wiederaufbau- und Resilienzprojekte, etwa die Instandsetzung von leicht beschädigten Häusern, die Unterstützung von Kleinunternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben sowie Programme zur Sicherung von Einkommen. Diese langfristige Unterstützung war nötig, um den Betroffenen eine Perspektive über die unmittelbare Nothilfe hinaus zu ermöglichen.
Solidarität, die wirkt
Die grosse Anteilnahme der Schweizer Bevölkerung machte die schnelle und teilweise lebensrettende Hilfe möglich. Dank der erhaltenen Spenden konnten die Schweizer Partnerorganisationen der Glückskette sofort reagieren und ihre Unterstützung kontinuierlich an die sich verändernden Bedürfnisse vor Ort anpassen.
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