Mit Unterstützung der SRG lanciert die Glückskette vom 15. bis 20. Dezember eine Solidaritätswoche für Kinder, die unter Gewalt, Ausbeutung, Konflikten und Vernachlässigung leiden. Während dieser Woche stehen Kinder in Krisensituationen im In- und Ausland im Fokus der Berichterstattung.
Weltweite Lage
Weltweit lebt jedes sechste Kind in einem Konfliktgebiet, so viele wie nie zuvor.
- Jedes zweite Kind in Krisenkontexten hat keinen Zugang zu Bildung.
- Jedes fünfte Kind muss seit klein auf arbeiten, um seine Familie zu unterstützen
- Jede:r fünfte Jugendliche - hauptsächlich Mädchen - wird aufgrund mangelnder Alternativen und Schutz frühverheiratet.
Situation in der Schweiz:
- 30 000 bis 50 000 Kinder werden jedes Jahr aufgrund von Misshandlung oder Vernachlässigung betreut – die Dunkelziffer ist deutlich höher.
- Fast jedes fünfte Kind erlebt regelmässig psychische Gewalt.
- Die Plätze in Notunterkünften für Opfer häuslicher Gewalt liegen deutlich unter den europäischen Empfehlungen, was die Gefahr von Misshandlung erhöht.
So helfen die Spenden
Alle Spenden, die während der Solidaritätswoche gesammelt werden, fliessen vollständig in Projekte der Partnerorganisationen der Glückskette. In der Schweiz ermöglichen sie sichere Schutzplätze für Frauen und Kinder, spezialisierte psychologische Betreuung, die Stärkung elterlicher Kompetenzen sowie Sensibilisierungsprogramme in Kitas, Schulen und sozialen Einrichtungen. Im Ausland unterstützt die Glückskette Projekte in Krisenregionen wie dem Nahen Osten (Syrien, besetzte Palästinensische Gebiete, Libanon), Lateinamerika (Kolumbien), der Sahelzone (Burkina Faso, Mali) und Südasien (Afghanistan, Myanmar). Dort tragen die Spenden dazu bei, Kindern in Kriegsgebieten Bildung zu ermöglichen, sie vor Ausbeutung, Kinderarbeit und Frühverheiratung zu schützen, sichere Lern- und Schutzräume zu schaffen und psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Kinder bereitzustellen.
Miren Bengoa, Direktorin der Glückskette sagt: «Kein Kind sollte Gewalt erleben müssen. Mit unserer Sammlung unterstützen wir Projekte, die gefährdete Kinder schützen, stärken und ihnen Perspektiven geben – hier in der Schweiz und weltweit.»
Nationale Unterstützung der Sammlung
In den vier Sprachregionen unterstützen die Unternehmenseinheiten der SRG die Sammlung mit redaktionellen Inhalten. In der Deutschschweiz berichtet Radio SRF3 ab Mittwoch, 17.12, an vier Abenden live aus Bern und Luzern. Die Hörer:innen bestimmen während der ganzen Woche das Musikprogramm, indem sie gegen eine Spende Musikwünsche tätigen. Anlässlich des nationalen Solidaritätstages am 18. Dezember berichtet Radio SRF 1 den ganzen Tag aus der Telefonzentrale im Radiostudio Zürich. In Genf, Lugano und Chur nehmen ebenfalls Freiwillige und bekannte Persönlichkeiten Spendenzusagen entgegen.
Spendenmöglichkeiten
Spenden können getätigt werden:
- auf www.glueckskette.ch,
- Als Musikwunsch auf Radio SRF3
- am Postschalter mit dem Vermerk «Kinder in Krisen»,
- Am nationalen Solidaritätstag (18.12.) telefonisch unter 0800 87 07 07.
Pressemitteilung
Für weitere Informationen

Andere Pressemitteilungen

Bergsturz Blatten: Glückskette hat über drei Viertel der Spenden eingesetzt
28.05.2026Ein Jahr nach der Katastrophe von Blatten zieht die Glückskette eine positive Zwischenbilanz: Dank der Solidarität aus der ganzen Schweiz konnte den Betroffenen rasch, konkret und bedarfsgerecht geholfen werden.

Ebola-Epidemie in Zentralafrika: Glückskette stellt 1,2 Millionen Franken für rasche humanitäre Hilfe bereit
27.05.2026Die Ebola-Epidemie breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo und in angrenzenden Regionen weiter aus. Die Glückskette stellt deshalb umgehend 1,2 Millionen Franken aus ihrem Nothilfefonds bereit. Mit diesen Mitteln unterstützt sie rasche humanitäre Hilfe zur Eindämmung der Epidemie.

Ein Jahr nach der Katastrophe von Blatten: Solidarität wird zu konkreter Hilfe für die Bevölkerung
22.05.2026Ein Jahr nach dem Bergsturz, der das Dorf Blatten verwüstet hat, zeigt sich: Die Solidarität aus der ganzen Schweiz wurde zu konkreter Hilfe. Dank enger Zusammenarbeit zwischen Behörden und Hilfsorganisationen konnte ein Grossteil der gesammelten Mittel bereits eingesetzt werden, um den Betroffenen den Weg zurück in den Alltag zu erleichtern.

