Die Glückskette ruft zur Solidarität mit den Menschen im Libanon auf, die von einer beispiellosen Katastrophe getroffen wurden. Spenden können ab sofort unter www.glueckskette.ch und auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Nothilfe Libanon» überwiesen werden.
Der durch die Explosion in Beirut verursachte Schaden ist so gross, dass die Bilanz nur vorläufig ist. Mehr als 130 Menschen haben ihr Leben verloren und 5’000 wurden verletzt. Der Hafen wurde dem Erdboden gleichgemacht und die dahinter liegende Stadt verwüstet, Fenster und Mauern zerstört, Autos weggefegt. Es ist, als ob Beirut in einer Sekunde in die Dramen des Bürgerkriegs der 70er und 80er Jahre zurückgefallen wäre. So viel Wiederaufbau und Stabilität wurden innerhalb weniger Minuten in Schutt und Asche gelegt. Diese Katastrophe ist eine zu viel für dieses erschöpfte Land, das bereits seit 2019 in einer Wirtschaftskrise versank. Ganz zu schweigen davon, dass die Coronavirus-Krise die Krankenhäuser in einer Zeit unter Druck gesetzt hat, in der die öffentlichen Finanzen austrockneten.
Vor Ort tätige Schweizer Hilfswerke
Fünf der wichtigsten Partnerhilfswerke der Glückskette engagieren sich seit Jahrzehnten im Libanon für palästinensische und syrische Flüchtlinge. Sie wurden unmittelbar nach der Katastrophe aktiv, um den von der Explosion betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner Beiruts zu Hilfe zu kommen: Caritas, das Schweizerische Rote Kreuz, HEKS, Medair und Terre des hommes – Kinderhilfe. Dank ihrer ausgezeichneten Kenntnisse des Landes und ihrer Zusammenarbeit mit lokalen humanitären Organisationen sind sie in der Lage, in kürzester Zeit Hilfe zu leisten.
Einsatz der Spenden
Der Bedarf ist immens und dringend. Es geht nicht nur um die Suche nach Überlebenden in den Trümmern und die medizinische Versorgung der Verwundeten, wo das libanesische Rote Kreuz – unterstützt vom Schweizerischen Roten Kreuz – mit seinen Freiwilligen eine Schlüsselrolle spielt. Es geht vor allem auch um 300’000 Menschen, die durch die Explosion ihr Zuhause verloren haben, von denen einige bei Familienangehörigen untergebracht sind und viele andere in öffentlichen Gebäuden (Schulen, Kirchen, Moscheen) leben, wo alles eingerichtet werden muss. Sie müssen dringend mit Wasser, Lebensmitteln und Güter des Grundbedarfes wie Decken, Hygieneartikel, Kochutensilien usw. versorgt werden.
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