Hunger bedroht Millionen Menschenleben
Nach mehr als drei Jahren Krieg erlebt der Sudan eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit.
Fast 20 Millionen Menschen leiden Hunger. In einer gemeinsamen Erklärung vom 23. Oktober warnen mehr als 30 Staaten, darunter die Schweiz, vor einer weiteren Verschärfung der Ernährungskrise und der Gefahr einer Hungersnot. Jüngsten Analysen zufolge sind insbesondere mehrere Regionen in Darfur und Kordofan von dieser Gefahr betroffen. Eine mit dem Wetterphänomen El Niño zusammenhängende Dürre, von der mehr als die Hälfte des Landes betroffen ist, verschärft die Lage zusätzlich: Sie gefährdet die Ernten und treibt die Lebensmittelpreise in die Höhe. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung musste vor der Gewalt fliehen – innerhalb des Sudans oder in die Nachbarländer, insbesondere in den Tschad und den Südsudan.
Gleichzeitig fehlen humanitären Organisationen zunehmend die Mittel, um die dringend benötigte Hilfe zu leisten. Im Sudan und in den Nachbarländern mussten Hilfsorganisationen ihre Nahrungsmittelhilfe bereits reduzieren, obwohl Millionen Menschen auf diese Unterstützung angewiesen sind.
Spenden ermöglichen lebenswichtige Hilfe
Die Glückskette unterstützt die betroffene Bevölkerung seit Beginn des Konflikts und finanziert humanitäre Projekte ihrer Schweizer Partnerorganisationen im Sudan, im Tschad und im Südsudan. Mit den gesammelten Spenden können diese ihre Hilfe weiterführen und verstärken. Sie versorgen Menschen mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser, leisten medizinische Hilfe, stellen Unterkünfte und lebenswichtige Güter bereit und bieten besonders gefährdeten Menschen Schutz und psychosoziale Unterstützung.
Miren Bengoa, Direktorin der Glückskette, sagt: «Millionen Menschen im Sudan kämpfen ums Überleben, während den Hilfsorganisationen immer weniger Mittel zur Verfügung stehen. Doch Hilfe ist möglich: Unsere Schweizer Partnerorganisationen sind vor Ort und können handeln. Mit jeder Spende tragen wir dazu bei, dass Menschen lebenswichtige Unterstützung erhalten.»
Heute gemeinsam Solidarität zeigen
Bundespräsident Guy Parmelin eröffnet den Solidaritätstag heute Morgen auf Radio SRF1. Die Programme der SRG begleiten den nationalen Solidaritätstag und berichten über die humanitäre Lage sowie die Hilfe vor Ort. In den Telefonzentralen in Zürich, Genf, Lugano und Chur nehmen zahlreiche Freiwillige und bekannte Persönlichkeiten Spendenzusagen entgegen.
So können Sie heute spenden:
• Telefonisch von 7 bis 23 Uhr: 0800 87 07 07 (Gratisnummer)
• Online: www.glueckskette.ch
• In jeder Postfiliale: mit dem Vermerk «Not im Sudan»
Weitere Informationen
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