Der Krieg im Sudan jährt sich in diesen Tagen zum dritten Mal. Mit über 30 Millionen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind und mehr als 12 Millionen Vertriebenen gilt der Sudan heute als die grösste humanitäre Krise der Welt.
Trotz der schwierigen Situation konnte die Glückskette dank der Solidarität aus der Schweiz gemeinsam mit Ihren Schweizer Partnerorganisationen Hilfe für Betroffene leisten. Bis heute setzte die Stiftung 7,3 Millionen Franken für humanitäre Hilfe ein und erreichte damit seit 2023 fast 400’000 Menschen. Die Hilfe konzentrierte sich vor allem auf die besonders betroffenen Regionen im Sudan, darunter Khartum und Darfur sowie Grenzgebiete in Tschad und Südsudan, wo zahlreiche Geflüchtete Schutz suchen.
Breite Unterstützung
- Im Gesundheitsbereich wurden über 100'000 medizinische Konsultationen durchgeführt und Tausende Menschen, vor allem Kinder sowie schwangere und stillende Frauen, wegen akuter Mangelernährung behandelt. Gleichzeitig wurden Gesundheitszentren gestärkt und medizinisches Personal geschult.
- Ein weiterer Schwerpunkt ist der Zugang zu sauberem Wasser und Hygiene. Dutzende Wasserversorgungspunkte wurden gebaut oder instandgesetzt, Zehntausende Menschen für Hygienefragen sensibilisiert und Tausende Haushalte mit Hygieneartikeln versorgt.
- Besonders verletzliche Familien erhielten zudem direkte Unterstützung in Form von Bargeldhilfe, Nahrungsmitteln oder lebenswichtigen Gütern. Insgesamt profitierten über 10'000 Haushalte von diesen Massnahmen.
- Hunderte Frauen und Mädchen, die systematisch und strategisch Opfer von Gewalt wurden, erhielten rechtliche und medizinische Unterstützung.
- Tausende Familien wurden dabei unterstützt, ihre Selbstständigkeit wiederzuerlangen – etwa durch Hilfe in der Landwirtschaft oder Fischerei – und ihre Ernährung langfristig zu verbessern.
Die Projekte wurden von Schweizer Partnerorganisationen wie Caritas, Schweizerisches Rotes Kreuz, Enfants du Monde, HEKS/EPER, Legal Action Worldwide, Medair, Médecins Sans Frontières, Save the Children Schweiz, Swissaid sowie Vétérinaires sans Frontières umgesetzt.

Eine vergessene Krise mit gravierenden Folgen
Trotz enormer humanitärer Bedürfnisse findet der Krieg im Sudan in der Öffentlichkeit nur wenig Beachtung. Die fehlende Aufmerksamkeit hat spürbare Konsequenzen: weniger finanzielle Mittel, eingeschränkter Zugang zu Hilfe und die wachsende Gefahr, dass besonders verletzliche Menschen – Kinder, Frauen und Vertriebene – durch das Raster der internationalen Unterstützung fallen.
«Der Krieg im Sudan gehört heute zu den grössten humanitären Krisen weltweit und gleichzeitig zu den am meisten vernachlässigten. Während andere Konflikte im Fokus stehen, fehlt es hier oft an Aufmerksamkeit und damit auch an Mitteln. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen schaffen wir es trotz den schwierigen Umständen dennoch, Hilfe zu leisten.»

Miren Bengoa
Direktorin GlücksketteAndere Situationspunkte
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