Die Nothilfe der Stiftung deckte die dringendsten Engpässe von Privatpersonen. So übernahm die Glückskette unter anderem die Kosten für Notunterkünfte, Transporte, neue Kleider oder Möbel, die bei den Unwettern zerstört worden waren. In dieser nun abgeschlossenen Phase unterstützte die Glückskette über 250 betroffene Haushalte mit rund einer Million Franken.
Ein Bewohner des Quartiers Sous-Géronde in Siders meinte zu dieser Unterstützung: „Wir haben die Solidarität wirklich gespürt. Viele Leute waren betroffen, und es hat uns gut getan zu wissen, dass sogar Menschen aus Zürich, Genf und anderen Teilen der Schweiz sowie die Glückskette an uns denken.” Ein anderer Anwohner erwähnte, dass er dank der Unterstützung eine vorübergehende Unterkunft fand. Zudem konnte er Kleidung und andere lebensnotwendige Güter kaufen. Diese Unterstützung sei eine „unglaubliche Hilfe gewesen“.
Mittel- und langfristige Hilfe im Subsidiaritätsprinzip
Nach dem Abschluss der Nothilfe konzentriert sich die Glückskette derzeit auf die Übernahme von längerfristigen Mehrkosten und weiteren ungedeckten Kosten. Dazu zählen beispielsweise höhere Mieten oder Transportkosten sowie die Deckung von Restkosten für Schäden an Häusern, Mobiliar und Autos. Zudem unterstützt die Glückskette Kleinbetriebe sowie gemeinnützige Projekte und in beschränktem Umfang auch betroffene Gemeinden, z.B. bei der Bewältigung der Gesuche von Geschädigten.
Die Unterstützung der Stiftung ist dabei immer subsidiär, d.h. ergänzend zur Hilfe der öffentlichen Hand und der Versicherungen.
Die Glückskette übernimmt die Kosten, die nach Abzug von Versicherungen, öffentlicher Hand oder anderen Akteuren verbleiben.
Stefanie Werder, Verantwortliche Projekte Schweiz der Glückskette sagt: “Das Ausmass der Zerstörungen vor Ort hat mich tief erschüttert. Dank der grossen Solidarität der Schweizerinnen und Schweizer konnten wir Betroffenen nach den Unwettern und auch langfristig helfen. Für uns ist es wichtig, mit den Gemeinden und den Spendenkommissionen zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass unsere Hilfe den Menschen zukommt, die sie am dringendsten brauchen.“
Alle Anträge auf finanzielle Unterstützung müssen bei der jeweiligen Gemeinde eingereicht werden. Sie werden von der Glückskette in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen oder regionalen Spendenkommissionen so schnell wie möglich bearbeitet.
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