Nach den verheerenden Unwettern des vergangenen Sommers erhielt die Glückskette mehr als 47’000 Spenden und sammelte 13’205’639 Franken für die Hilfe. Ein Jahr später, zieht die Stiftung eine Bilanz über die Hilfe, die nach wie vor weiterläuft.
Zwischenbilanz der Hilfe
Bis heute wurden 6 Millionen Franken eingesetzt, um hunderte Familien, Kleinunternehmen und Vereine zu unterstützen sowie gemeinnützige Projekte in den betroffenen Gemeinden zu finanzieren. Diese Hilfe setzt sich wie folgt zusammen:
- Nothilfe (15 %)
In den ersten Wochen nach den Unwettern erhielten über 250 Haushalte durch die Nothilfe schnelle Unterstützung, um ihre dringendsten Bedürfnisse wie Möbel, Kleidung, vorübergehende Unterkünfte und Transportkosten zu decken. - Unterstützung für Privatpersonen, kleine Unternehmen und Vereine (51%)
Im weiteren Verlauf der Hilfe wurden Kosten gedeckt, die nicht von Versicherungen oder anderen Stellen übernommen wurden. Dazu zählen insbesondere Mieten, der Ersatz von Fahrzeugen, die Instandsetzung von Wohneigentum und Umschwung sowie Einkommensverluste und Betriebsausfälle. - Gemeinschaftliche und gemeinnützige Projekte (34%)
Diese Projekte zielen darauf ab, die betroffene Bevölkerung durch Massnahmen wie psychologische Betreuung, Hilfe bei der Wohnungssuche, Beseitigung von Trümmern oder Instandsetzung von landwirtschaftlichen Flächen nachhaltig zu unterstützen.
Stefanie Werder, Verantwortliche Projekte Schweiz der Glückskette, sagt: „Dank der Solidarität der Schweizer Bevölkerung war es uns möglich, schnell und effizient zu handeln. Unsere Hilfe läuft weiter, damit wir die Menschen in den betroffenen Regionen nachhaltig und ihren Bedürfnissen entsprechend unterstützen können.”
Ausblick der Hilfe
Für die weitere Hilfe in den betroffenen Regionen stehen noch fast sieben Millionen Franken zur Verfügung. Diese werden unter anderem für individuelle Unterstützungsgesuche von Familien, Unternehmen und Vereinen verwendet, die sich derzeit noch in Bearbeitung befinden oder noch eintreffen. Zudem plant die Glückskette, mit den verbleibenden Spenden besonders betroffene Gemeinden mit beschränkten finanziellen Mitteln zu unterstützen. Diese Hilfe kann zur Instandsetzung ihrer Infrastruktur und zur Deckung der Bedürfnisse ihrer Bevölkerung beitragen. Des weiteren können die Spenden soziale Projekte in den betroffenen Gemeinden ermöglichen, die sich beispielsweise an Jugendliche, ältere Menschen oder einkommensschwache Haushalte richten.
Umsetzung der Hilfe
Seit den ersten Tagen konzentrierte sich die Glückskette auf eine schnelle, effiziente und koordinierte Unterstützung von Privatpersonen, Vereinen und kleinen Unternehmen. Dabei hat sie eng mit den kantonalen und kommunalen Behörden, dem Schweizerischen Roten Kreuz, Caritas und fondssuisse zusammengearbeitet, um konkrete und nachhaltige Hilfsmassnahmen in den betroffenen Regionen zu ermöglichen.
Unterstützungsantrag stellen
Privatpersonen, kleine Unternehmen oder Vereine, die von den Unwettern betroffen waren, können auch weiterhin über ihre Wohnsitzgemeinde einen Antrag auf Unterstützung und Übernahme ungedeckter Kosten stellen.
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