Im pandemiegeprägten Jahr 2021 konzentrierte sich die Arbeit der Glückskette vor allem auf die am stärksten vom Coronavirus betroffenen Menschen, die Kinderhilfe sowie die Unterstützung der Bevölkerung von Afghanistans und Haiti. Die Stiftung finanzierte mit 34 Millionen Franken 348 Projekte zugunsten von Menschen in Not. Über 77% davon – 6,5 Millionen Menschen – litten in der Schweiz und im Ausland unter den Folgen der Pandemie. Mit der Solidarität der Schweizer Bevölkerung sammelte die Glückskette gesamthaft über 27 Millionen Franken.
Im Jahr 2021 unterstützte die Glückskette mehr als 8,4 Millionen notleidende Menschen in 40 Ländern. Die Stiftung finanzierte Hilfsprojekte ihrer Partnerorganisationen und Organisationen in der Schweiz mit über 34 Millionen Franken. Diese Beiträge ermöglichten Hilfe in der Schweiz und im Ausland. Dazu zählte die Unterstützung der Menschen, die von der Coronavirus-Pandemie am stärksten betroffen waren, die Soforthilfe in Haiti und Afghanistan, Hilfe für Menschen nach der Explosion im Libanon 2020 sowie der andauernde Wiederaufbau nach dem Tsunami in Indonesien 2018.
Der grösste Teil der Spenden floss vergangenes Jahr in Projekte für Menschen, die von den wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie in der Schweiz und weltweit am stärksten betroffen sind. In der Schweiz erfolgte diese Unterstützung hauptsächlich in Form von finanzieller Hilfe und Dienstleistungen für die Betroffenen (Hauslieferungen, Pflege, Transport).
Im Ausland hat die Glückskette über neun Millionen Franken aufgewendet, um die Schwächsten bei der Bewältigung der Folgen der Pandemie zu unterstützen. Die Partnerorganisationen der Glückskette leisteten in 18 verschiedenen Ländern Hilfe und konzentrierten sich dabei auf Impfungen, Prävention, Zugang zu medizinischer Versorgung und die wirtschaftliche Unterstützung für Familien. Angesichts der verheerenden globalen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und der sich drastisch verschlechternden Lage in Indien, erneuerte die Glückskette Ende Mai 2021 ihren Aufruf zugunsten der am stärksten gefährdeten Menschen: 6’533’403 Franken an Spenden wurden so gesammelt.
75 Jahre Glückskette
Im Jahr 2021 feierte die Glückskette ihr 75-jähriges Bestehen. Um die Wahrnehmung der Solidarität in der Schweizer Bevölkerung – auf der die Glückskette seit jeher ihre Tätigkeiten aufbaut – besser zu verstehen, veröffentlichte die Stiftung den ersten «Glückskette-Solidaritätsbarometer». Die Umfrageergebnisse zeigten, dass die Solidarität im Zusammenhang mit der Pandemie auf die Probe gestellt wurde. In Folge dessen rief die Glückskette die Bevölkerung im Rahmen ihrer Jubiläumssammlung dazu auf, den Solidaritätsgedanken wiederzubeleben. So können auch künftige Krisen gemeinsam besser gemeistert werden.
Zur Feier des 75. Bestehens organisierte die Glückskette im Dezember 2021 einen nationalen Solidaritätstag für Kinder in Not in der Schweiz und weltweit. Dabei konnte sie auf die Unterstützung der SRG, der Swisscom und privater Medien, darunter der Verein Privatradios pro Glückskette, zählen.
Mehr als 27 Millionen Franken Spenden gesammelt
Nebst der Hilfe für die Betroffenen der Coronavirus-Pandemie (6’533’403 CHF) und der Jubiläumssammlung für Kinder in Not (7’494’931 CHF) hat die Glückskette im August 2021 fast gleichzeitig zwei Spendenaufrufe als Reaktion auf grosse humanitäre Krisen lanciert.
Ein Erdbeben in Haiti traf die Bevölkerung stark und verursachte grosse Schäden. Bei der Spendensammlung kamen 2’039’772 CHF an Spenden zusammen. Der Grossteil davon wurde sofort eingesetzt, um die betroffenen Menschen mit Nothilfe zu unterstützen. Die Schweizer Partnerorganisationen vor Ort sorgten schnell für sauberes Trinkwasser, verteilten Hilfsgüter und Bargeldhilfe und unterstützten bei der Reparatur von Häusern.
In Afghanistan führte die Machtübernahme durch die Taliban zu massiven Vertreibungen innerhalb eines Landes, das bereits durch Dürre, Konflikte und Pandemien geschwächt war. Die Glückskette erhielt in diesem Zusammenhang 4’631’051 Franken und finanzierte damit lebensrettende Hilfe. Angesichts des schwierigen politischen Umfelds passen sich die Partnerorganisationen vor Ort laufend an, um der afghanischen Bevölkerung wirksam zu helfen. Derzeit konzentriert sich die Hilfe auf den Zugang zu medizinischer Versorgung.
Neue Direktorin für die Glückskette
Im Jahr 2021 wurde Miren Bengoa zur neuen Direktorin der Glückskette ernannt. Sie trat ihr Amt am 1. Januar dieses Jahres an. Die 44-jährige Miren Bengoa stammt aus Genf, verfügt über langjährige internationale Erfahrung und ist die erste Frau in dieser Position. Sie besitzt mehr als 20 Jahre Erfahrung in internationalen Organisationen, privaten Stiftungen und NGOs in der Schweiz und im Ausland. Nachdem sie fast zehn Jahre lang die CHANEL-Stiftung in Paris geleitet hatte, besitzt sie fundierte Kenntnisse im Finanz- und Projektmanagement.
Catherine Baud-Lavigne, stellvertretende Direktorin und zuständig für Finanzen und Administration, wird die Stiftung Ende März verlassen, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Ihr beispielhaftes Engagement und ihre ausgeprägten Kompetenzen haben sie zu einem praktisch unentbehrlichen Teil der Stiftung gemacht. In den 21 Jahren ihrer Tätigkeit für die Glückskette hat sie massgeblich dazu beigetragen, dass die Stiftung relevant und zuverlässig bleibt, sich an vielfältige Entwicklungen im humanitären Bereich anpasst und erfolgreich die 75-Jahres-Marke überschreitet.
Der vollständige Jahresbericht 2021 der Stiftung einschliesslich der Jahresrechnung wird im April 2022 veröffentlicht.
Pressemitteilung
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